Diskussion um Gebühren am Automaten - Heimische Geldinstitute reagieren unterschiedlich

Geldabheben bleibt für die meisten Kunden kostenfrei

Hersfeld-Rotenburg. Mit Blick auf die Zinsflaute drehen immer mehr Geldinstitute an der Gebührenschraube. Dass einige Sparkassen und Genossenschaftsbanken inzwischen auch von ihren eigenen Kunden Gebühren verlangen, wenn diese Geld an eigenen Automaten abheben, beziehungsweise dies planen, hat jüngst für Kritik und einige verunsicherte Kunden gesorgt. Bei den heimischen Geldinstituten wird das Ganze unterschiedlich gehandhabt.

Für die meisten Kunden im Landkreis und Umgebung ist und bleibt das Geldabheben aber kostenfrei.

Keine Gebühren verlangt der VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg. „Das gilt für alle Privatkunden unabhängig vom Kontomodell“, erklärt Wilfried Stolz aus dem Vorstand. An Automaten im genossenschaftlichen Verbund sind vier Abhebungen pro Monat frei.

Bei der Raiffeisenbank Werratal-Landeck sind solche Gebühren laut Vorstand Michael Wollweber ebenfalls „kein Thema“, und es sei auch nichts dergleichen geplant. Wollweber ärgert sich allerdings über die aktuelle Diskussion.

Ähnlich ist es bei der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg. „In unseren drei Girokontomodellen sind die Verfügungen an unseren und den Geldausgabegeräten der Sparkassenorganisation derzeit entgeltfrei“, teilt Vorstandsvorsitzender Reinhard Faulstich mit. „Besonderen Handlungsbedarf, das zu ändern, sehe ich nicht.“ Keine Gebühren zahlen Privatkunden, unabhängig von der Anzahl der Abhebungen, auch bei der Raiffeisenbank Asbach-Sorga.

Bei der VR-Bank Nordrhön gibt es laut Marketingleiter Jörg Bachmann unterschiedliche Kontomodelle, die entweder keine oder 15 Cent bei mehr als zehn Verfügungen an Automaten und den Filialkassen vorsehen.

Die Raiffeisenbank Ronshausen-Marksuhl setzt auf verschiedene Modelle mit Gebühren zwischen 5 und 40 Cent, allerdings auch nur bei mehr als fünf Abhebungen am Automaten oder Schalter pro Monat, berichtet Prokurist Uwe Schumann.

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Rubriklistenbild: © dpa

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