Gewalt kam nur von Minderheit

Hersfeld-Rotenburg: Grüne und Attac kritisieren Blockupy-Berichte

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Zu heftigen Krawallen kam es in Frankfurt Vor der offiziellen Eröffnung der Europäischen Zentralbank (EZB). Zum G7-Gipfel fordert die Polizeigewerkschaft jetzt Grenzkontrollen, um gewaltbereite Demonstranten an der Einreise nach Deutschland zu hindern.

Hersfeld-Rotenburg. Blockupy-Anhänger aus Hersfeld-Rotenburg kritisieren die Ausschreitungen am Mittwoch in Frankfurt, wehren sich aber auch gegen „einseitige Berichterstattung".

Dadurch sei der friedliche Protest gegen die Eröffnung der Europäischen Zentralbank in den Hintergrund getreten, erklärten die Geschäftsführerin der Grünen im Kreis, Martina Selzer, und Barbara Zerr von der hiesigen Attac-Gruppe auf Nachfrage unserer Zeitung. Sie hatten im Vorfeld zur Teilnahme an den Blockupy-Protesten aufgerufen und fuhren am Mittwoch auch zur Kundgebung nach Frankfurt. Dort wurden während gewaltätiger Ausschreitungen über 220 Menschen verletzt. Autos und Barrikaden brannten.

„Die Bad Hersfelder Teilnehmer sind bestürzt über die Ausschreitungen einer gewaltbereiten militanten Minderheit“, erklären Zerr und Selzer, die eine friedliche Kundgebung erlebt hätten: „Wir sahen rund 20 000 Menschen aus ganz Europa, die für ein friedliches und gerechtes Europa eintraten.“ Gewaltexzesse habe es da nicht gegeben.

Selzer und Zerr verteidigen auch die Entscheidung, trotz der absehbaren Ausschreitungen nach Frankfurt zu fahren: „Das berechtigte politische Ansinnen einer großen Zahl von Menschen darf wegen einiger fehlgeleiteter Krawallmacher nicht in den Hintergrund treten.“ (mcj)

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