Nach Diskussion: Sozialdezernentin soll Konzept vorlegen

Jugendamt: Kreistag will personellen und räumlichen Bedarf wissen

Hersfeld-Rotenburg. Der Kreistag des Landkreises Hersfeld-Rotenburg hat die Sozialdezernentin und Erste Beigeordnete Elke Künholz am Montag beauftragt, ein Konzept zur strukturellen und inhaltlichen Aufstellung des Jugendamtes zu erstellen.

Die Fraktionen beschlossen einstimmig einen entsprechenden Antrag der CDU, der zuvor lange diskutiert wurde. Inhalt des Konzeptes soll der personelle und räumliche Bedarf des Jugendamtes sein und Informationen darüber enthalten, was dieser Bedarf kostet. Beim Erstellen des Konzeptes soll der Jugendhilfeausschuss beteiligt werden. Dieser hatte einen Antrag gestellt, die Umstrukturierung des Jugendamtes rückgängig zu machen. Weil der Kreistag laut dem Vorsitzenden Horst Hannich aber nicht zuständig für die Verwaltungsorganisation sei, flog dieser Punkt von der Tagesordnung.

Die Pläne bis zur Vorlage des Konzeptes aufzuschieben, wies Künholz zurück. „Die Umzüge sind bereits in vollem Gange“, sagt sie am Ende einer ausführlichen Stellungnahme. Darin betonte sie, dass die Kinder- und Jugendhilfe im Kreisteil Rotenburg nicht aufgegeben oder zum Nachteil verändert würden. Bisherige Steuerungs- und Führungsstrukturen bezeichnete sie als „nicht optimal“ und verwies darauf, dass mitunter Angestellte für ihre Arbeit strafrechtlich verantwortlich waren, obwohl sie im Auftrag Vorgesetzter handelten, für die das nicht galt. Die Einbeziehung des Jugendhilfeausschusses bezeichnete Künholz als obsolet.

Die FDP hatte zum Thema eine Resolution eingebracht, die der Fraktionsvorsitzende Bernd Böhle wegen der Themendopplung zurückzog. Resolutionen, die die Stadtverordneten und Gemeindevertreter in Rotenburg und Alheim beschlossen, bezeichnete der CDU-Fraktionsvorsitzende Herbert Höttl als wenig hilfreich.

Mehr dazu lesen Sie in der Dienstags- und Mittwochsausgabe der HNA Rotenburg-Bebra.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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