Allgemeiner Sozialer Dienst sitzt künftig in der Kreisstadt

Jugendhilfe wird in Bad Hersfeld konzentriert

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Das Kreishaus in Rotenburg: Hier ist das Jugendamt weiterhin mit dem Pflegekinderdienst vertreten.

Hersfeld-Rotenburg. Die Jugendhilfe des Kreises Hersfeld-Rotenburg wird umstrukturiert. Die Kernaufgabe, der sogenannte Allgemeine Soziale Dienst (ASD), soll in Bad Hersfeld an einem Standort konzentriert werden. In Rotenburg wird vermutlich schon im Laufe des Mais kein ASD mehr vor Ort sein.

Wenn Kinder und Jugendliche sich ständig über Regeln und Grenzen hinwegsetzen, sich nicht mehr mit ihren Eltern verstehen, ein auffälliges Sozialverhalten an den Tag legen oder Kinder und Jugendliche in Notsituationen Beratung brauchen, ist das Jugendamt des Kreises zuständig: der Allgemeine Soziale Dienst.

In der Zentralisierung sieht man beim Kreis bedeutende Vorteile im Vergleich zu den kleineren Einheiten bisher. Der ASD bleibe gut erreichbar, erklärten Künholz, der Fachbereichsleiter für die Fachdienste Soziales, Kinder- und Jugendhilfe und Senioren, Uwe Brall, und die Jugendamtsleiterin Anette Kranz. Das Vier-Augen-Prinzip – zum Beispiel bei Gefährdung des Kindeswohls – lasse sich mit vier Sozialpädagoginnen wie bisher in Rotenburg nicht durchgehend sicherstellen, erklärt Kranz.

Auch die umgehende kollegiale Beratung und Vertretung bei Krankheit sei in einer größeren Einheit besser gewährleistet. Die drei Verantwortlichen beim Kreis weisen zudem auf die Problematik von vielen Teilzeitkräften unter den Sozialpädagoginnen hin. Der ASD soll außerdem um 3,5 neue Stellen auf 15,5 aufgestockt werden, die sich auf 19 Köpfe verteilen.

Neben der Konzentration des ASD in Bad Hersfeld gibt es weitere Veränderungen bei der Organisation der Jugendhilfe. Die Zahl der Stellen in Rotenburg bleibe aber unverändert, die in Bebra verringere sich um eine auf 5,5. Die Änderungen werden laut Künholz nicht vor Mai umgesetzt. „Wir sind verantwortlich, dass die Arbeit im gesamten Kreisgebiet ordnungsgemäß läuft.“

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