Katastrophenschutz-Portal im Kreis hat 4900 Nutzer

Katwarn: Mehr Warnungen auf dem Mobiltelefon

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Zurzeit ist alles ok: Unsere Mitarbeiterin Adriana De Salvo zeigt die Katwarn-App mit den Angaben für Bad Hersfeld.

Hersfeld-Rotenburg. Das Katastrophen-Warnsystem „Katwarn“ wird künftig noch mehr Informationen liefern als bisher. Neben Hinweisen auf Unwetter, Großbrände und Chemieunfälle durch den Deutschen Wetterdienst (DWD) beziehungsweise die Leitstelle Hersfeld-Rotenburg werden nun auch Warnhinweise bei Terroranschlägen, Amokläufen und anderen gefährlichen Situationen von der Polizei per Katwarn weitergegeben.

Derzeit nutzen im Landkreis 4900 Personen das Warnsystem. „Es dürfen gern noch mehr werden“, wirbt Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar für die Handy-App, die leicht zu installieren ist. „Damit hat man immer seinen persönlichen Schutzengel dabei“, sagt Dittmar. Allerdings vergessen offenbar viele Katwarn-Nutzer, die Schutzengelfunktion auch zu aktivieren. Aber nur dann kann das System „ortscharf“ den persönlichen Standort ermitteln und entsprechend warnen.

Zusätzlich zu den bisherigen Funktionen informiert künftig auch die Polizei bei gravierenden Bedrohungen. „Es ist eine schnelle und verlässliche Ergänzung zu anderen Warnsystemen“, erklärte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU).

Auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg wird diese Entwicklung begrüßt. Einheitliche Warnmittel und Informationswege seien sinnvoll. „Ziel ist es, dass Polizei und Rettungsdienste ihre Maßnahmen koordinieren“, sagt Dittmar.

Bundesweit geht man davon aus, dass sich künftig deutlich mehr Menschen anmelden werden. Der Amoklauf in München vor einem Jahr hatte überall zu einem rasanten Anstieg der Nutzerzahlen von Katwarn geführt.

Gefahrenmeldungen des Katastrophenschutzes im Landkreis werden von der Leitstelle im Landratsamt ausgelöst. Bislang gab es hier aber nur einen Probealarm. Deutlich häufiger sind Warnungen des Deutschen Wetterdienstes – zuletzt bei Unwettern. (kai/hro) 

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