Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten zieht positive Bilanz

Gastro-Gewerkschaft: Kein Jobschwund im Kreis trotz Mindestlohns

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Hersfeld-Rotenburg. Ein Jahr nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zieht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für den Kreis Hersfeld-Rotenburg eine positive Bilanz.

Befürchtungen, der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde würde Jobs kosten, hätten sich im vergangenen Jahr nicht bestätigt.

„Zum ersten Mal haben alle Beschäftigten einen festen Lohnsockel unter den Füßen – von der Küchenhilfe bis zur Verkäuferin im Backshop“, sagt der NGG-Geschäftsführer Nord-Mittelhessen, Andreas Kampmann.

Vom „Schreckgespenst Mindestlohn“, vor dem die Arbeitgeber auch in Waldhessen gewarnt hätten, sei nichts übrig geblieben. Das Pestel-Institut (Hannover) hat im Auftrag der Gewerkschaft auch die Beschäftigungssituation im Kreis Hersfeld-Rotenburg ausgewertet: Anstatt Servicekräfte oder Küchenpersonal zu entlassen, hätten Hotels, Pensionen, Restaurants und Gaststätten neue Mitarbeiter eingestellt. Im Juni 2015 hätten 1525 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Branche im Kreis gearbeitet – 3,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, als es den gesetzlichen Mindestlohn noch nicht gab.

Nach Angaben der NGG hat der Mindestlohn zudem dazu geführt, dass etliche Arbeitgeber, nicht nur in der Gastrobranche, aus Mini-Jobs reguläre Stellen gemacht haben.

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