Michael Roth (SPD) warnt – Bürgerbeteiligung erwünscht

Keine Entwarnung bei Suedlink-Trasse durch die Region

Hersfeld-Rotenburg. Die umstrittene Suedlink-Stromtrasse könnte nach wie vor durch unsere Region geführt werden. Darauf weist der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth nach Gesprächen mit Vertretern des Bundeswirtschaftsministeriums hin.

„Wer jetzt schon öffentlich erklärt, die Pläne für die Suedlink-Trasse durch Nordosthessen seien endgültig vom Tisch, der hat das komplexe mehrstufige Planungsverfahren offenkundig nicht verstanden“, erklärt Roth und reagiert damit auf entsprechende Äußerungen des CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich.

„Noch gibt es keine Entwarnung, alle Trassenvarianten werden ergebnisoffen geprüft“, bestätigt auch Tim Sommers, der als Regionalmanager mit Sitz in Fulda den sogenannten Bürgerdialog zur Energiewende begleitet. Damit soll die teils hitzige Debatte um Windräder und Stromtrasse versachlicht und die komplexe Materie verständlich gemacht werden. Auch wenn derzeit ein Trassenverlauf von Suedlink durch Thüringen favorisiert werde, könnten im Zuge der Antragskonferenzen neue Raumwiderstände etwa im Bezug auf den Naturschutz auftauchen, erklärt Sommers. „Auch das Schutzgut Mensch und Siedlungsräume werden bei der Prüfung des Trassenverlaufs berücksichtigt“, versichert er.

 Viele Bürger nähmen ihre Beteiligungsmöglichkeiten aber gar nicht wahr. „Es gibt keine falschen Eingaben, niemand muss eine Scheu davor haben, sich zu beteiligen“, appelliert der Regionalmanager an die Bevölkerung. Genau dies will der Bürgerdialog fördern. „Einfache Antworten gibt es nicht“, sagt Mikiya Heise, der das Projekt im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin begleitet. Der Dialog sei zwar kein Allheilmittel, könne aber viele Unklarheiten und Missverständnisse beseitigen. Ob eine Stromtrasse nun 50 oder 500 Meter weit entfernt sei, mache für Betroffene einen großen Unterschied. (kai)

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