Nur eine Gemeinde wählt nicht

Es gibt genügend Kandidaten für Kirchenvorstandswahlen im Kreis Hersfeld-Rotenburg

In den Gemeinden der evangelischen Kirche von Kurhessen- Waldeck beginnt der Endspurt: Am 22. September werden die neuen Kirchenvorstände gewählt.

Die Wahlunterlagen sollen in den nächsten Tagen versendet werden. Die Internet-Wahlportale öffnen bereits am 27. August.

Im Kirchenkreis Rotenburg müssen 36 Kirchenvorstände neu bestimmt werden, 221 Positionen sind zu besetzen, berichtet Dekanin Gisela Strohriegl. Dafür sollten 297 Bewerberinnen und Bewerber kandidieren.

Lediglich im Bebraer Stadtteil Gilfershausen sei es nicht gelungen, genügend Kandidaten für die Wahl zu finden. Dort findet also keine Wahl statt. Die Kirchengemeinde kann versuchen, später nachzuwählen oder eine Fusion mit einer anderen Gemeinde anstreben.

Im Kirchenkreis Hersfeld müssen für 36 Kirchengemeinden 297 Frauen und Männer gewählt werden. 395 Kandidaten sind dazu nötig, damit die Gemeindeglieder eine echte Wahl haben, erläutert Dekan Dr. Frank Hofmann.

Leicht ist es offenbar nicht, Bewerber für den Kirchenvorstand zu finden. „Es gibt durchaus eine große Zahl von Menschen, die sich in der Kirche engagieren wollen. Das hat auch der Hessentag gezeigt, bei dem 150 Ehrenamtliche an zehn Tagen im Einsatz waren“, sagt Dekan Hofmann. Projektarbeit werde aber gegenüber der kontinuierlichen Arbeit in der Gemeinde bevorzugt.

„Sechs Jahre Mitarbeit in einem Gremium, das ist eine Hürde, über die viele Menschen ungern springen“, sagt Dekanin Strohlriegl. Zumal die Engagierten häufig zur „Sandwich-Generation“ gehörten, also zu denen, die neben der Berufstätigkeit Kinder und/oder betagte Eltern betreuen müssen. „Im Kirchenvorstand muss man auch Entscheidungen treffen, für die es keinen Beifall gibt“, wissen die Dekane.

Wahlberechtigt sind im Kirchenkreis Hersfeld 37 660 Menschen, im Kirchenkreis Rotenburg sind es 24 364.

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Rubriklistenbild: © Jessica Sippel

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