Stabile bis fallende Nitratwerte

Kreis ist Vorbild beim Trinkwasserschutz

Hersfeld-Rotenburg. Während anderenorts über steigende Nitratwerte im Trinkwasser geklagt wird, ist im Kreis Hersfeld-Rotenburg das Gegenteil der Fall.

Als Erfolgsmodell gilt der Trinkwasserschutz der Arbeitsgemeinschaft Land- und Wasserwirtschaft (AGLW), in der ein großer Teil des Kreises Hersfeld-Rotenburg, der Ringgau, Herleshausen und Eiterfeld zusammengeschlossen sind.

Die 21 von der AG betreuten Brunnen in Wasserschutzgebieten weisen stabile bis fallende und die 14 Quellen deutlich fallende Nitrat-Jahreshöchstwerte zwischen 18 und 25 Milligramm pro Liter auf. Der zulässige Höchstwert liegt bei 50 Milligramm.

„Das ist der richtige Weg, machen Sie so weiter“, ermunterte Günter Hausmann vom Regierungspräsidium Kassel die 16 Gemeinden, die zur Sicherung des Trinkwassers und Senkung der Nitratgehalte an einem Strang ziehen.

Mit langfristiger Beratung vor Ort und in enger Zusammenarbeit mit den Landwirten kann die AGLW mit Dr. Wolff-Günther Gebauer und Birgit Lindenborn messbare Erfolge vorweisen. Der Rotenburger Bürgermeister Christian Grunwald gab seiner Verwunderung Ausdruck, dass das Erfolgsmodell, das ohne Ausgleichszahlungen auskommt, nicht schon hessenweit kopiert werde. Die interkommunale Zusammenarbeit gibt es seit 25 Jahren. Hier werde umgesetzt, „was wir seit Jahren fordern“, sagte Karsten Schmal, Vizepräsident des Hessischen Bauernverbands, während der Feier des AGLW-Geburtstags auf dem Hof Hafermas in Rotenburg-Braach.

Die AGLW sei ein Begriff in der Region, die Ziele des Trinkwasserschutzes würden ohne Auflagen und Verbote erreicht und genießen laut Schmal eine hohe Akzeptanz bei den Landwirten. Der Vertreter des Landwirtschaftsministeriums, Dr. Jörg Hüther, sprach von einer Win-Win-Situation für Gewässerschutz und Landwirtschaft.

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