Rotenburger Klinik ist für Kooperation, aber gegen Fusion

Am Kreiskrankenhaus steigt die Zahl der Patienten

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Berichtet von steigenden Patientenzahlen: Geschäftsführer Ulrich Hornstein am Eingang des KKH.

Rotenburg. Wachsenden Zuspruch erfährt das Kreiskrankenhaus Rotenburg. So steigen die Zahlen um durchschnittlich 200 Patienten jährlich.

Noch in diesem Jahr soll die Zertifizierung als Darmzentrum abgeschlossen werden. Das berichteten der neue Geschäftsführer Ulrich Hornstein und der Ärztliche Direktor und Chirurgie-Chefarzt Dr. Martin Oechsner.

Das Haus ist bereits zertifiziertes Hernienzentrum. Hernien sind Eingeweidebrüche wie Leistenbruch, Zwerchfellbruch oder Nabelbruch.

Gleichzeitig schreibt man nach Angaben von Hornstein seit fünf Jahren schwarze Zahlen, seit Jahresbeginn gilt auch kein Notlagentarif mehr. Das Diakoniekrankenhaus zahlt seinen Mitarbeitern seit Januar wieder Tariflohn.

Die Patienten kämen aus dem gesamten Kreis ins KKH, erklärte Ulrich Hornstein (44). Er ist seit Mai Geschäftsführer am KKH, zuvor hatte er diese Funktion dreieinhalb Jahre lang am Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) in Rotenburg inne. Hornstein lobte die Kultur und Seele, das Miteinander im KKH in Trägerschaft der Diakonie. Er wolle das Haus so weiterführen, wie es das verdiene.

Mit den kommunalen Kliniken im Kreis wolle man gerne auf Augenhöhe kooperieren. Eine Fusion nach dem Prinzip „friss oder stirb“ mit dem Klinikum Hersfeld-Rotenburg lehnen Hornstein und Oechsner ab. Das KKH präsentiere sich vielmehr als gute Alternative zum bestehenden Verbund. Im Falle einer Fusion fürchte man eine Abwanderung der Ärzte des KKH.

Schon jetzt kommen laut Hornstein und Oechsner Patienten aus dem gesamten Kreis zu Operationen an Darm oder Galle ins KKH. Nach zwei Jahren der Vorbereitung stelle man sich der Qualitätsüberprüfung für die Zertifizierung als Darmzentrum. „Dramatisch gut eingeschlagen“ habe das Angebot des zertifizierten Hernienzentrums, das auch Patienten von weiter her anspreche.

Hintergrund

Mehr Patienten – 400 Mitarbeiter

Die Zahl der Patienten im Kreiskrankenhaus (KKH) wächst kontinuierlich. Laut Mitteilung von Geschäftsführer Ulrich Hornstein verzeichnete man fast jedes Jahr eine Steigerung der Fallzahlen:
• 2013 waren es 6840
• 2014 waren es 7280 und
• 2015 waren es 7140 Fälle. Hier wird der Rückgang auf den Wegfall der onkologischen Patienten zurückgeführt. Im laufenden Jahr
• 2016 rechnet man mit 7550 Fällen. Das wären etwa 400 Patienten mehr als im vergangenen Jahr. Aktuell sind 327 Mitarbeiter beim Kreiskrankenhaus beschäftigt, einschließlich der Servicegesellschaft für Diakonie und dem MVZ sind es 416 Mitarbeiter.

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