Hersfeld-Rotenburg: Verwaltungsstab einberufen

Kreis erwartet mehr als 1000 Flüchtlinge

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Mehr als 1000 Flüchtlinge werden in den nächsten Tagen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg erwartet.

Hersfeld-Rotenburg. Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg erwartet in den nächsten Tagen die Zuweisung von mehr als 1000 Flüchtlingen. Landrat Dr. Michael Koch ruft deshalb den Verwaltungsstab zusammen. 

Der Stab wird am kommenden Mittwoch erstmalig tagen. Die Einberufung des Katastrophenschutzstabs ist derzeit nicht geplant. Landrat Dr.  Koch: „Wir stehen in Kürze vor der immensen Aufgabe, mehr als 1000 Menschen schnell, unbürokratisch und menschenwürdig unterbringen zu müssen. Das wird eine logistische Herausforderung. Der Stab wird diese Arbeit koordinieren, das macht die Wege kürzer und effizienter.“ Bei Schadenslagen unterhalb der Katastrophenschwelle kann der Verwaltungsstab die Koordination übernehmen. Er ist in der Regel mit den gleichen Personen besetzt wie der Katastrophenschutzstab. Dem Stab gehören neben dem Landrat und der Ersten Kreisbeigeordneten 12 weitere Personen an, in der Hauptsache die Fachdienst- und Fachbereichsleiter der Verwaltung.

Derzeit wird im Kreis nach geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten gesucht. Landrat Dr. Koch: „Ich betone noch einmal meine klare Vorgabe, möglichst keine Schul- oder Sporthalle für diese Zwecke zu nutzen. Die Unterbringung der Flüchtlinge muss darauf ausgerichtet sein, das Leben der Bürger in möglichst geringem Maße zu beeinträchtigen. Nur so können wir die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung beibehalten.“

Ein Verwaltungsstab eignet sich zur Aufgabenerledigung, wenn aufgrund eines besonderen Ereignisses ein über das gewöhnliche Maß hinausgehender hoher Koordinations- und Entscheidungsbedarf besteht. Aufgabe und Zweck des Verwaltungsstabes ist es, unter den zeitkritischen Bedingungen eines Einsatzes, umfassende Entscheidungen schnell, ausgewogen und unter Beachtung aller notwendigen Gesichtspunkte zu treffen. Ist der Katastrophenschutzstab der operativ-taktische Teil, so ist der Verwaltungsstab der administrativ-organisatorische Teil der Katastrophenschutzleitung.

Auch im benachbarten Schwalm-Eder-Kreis werden wie auch im Landkreis Fulda in den nächsten Tagen jeweils rund 1000 Flüchtlinge erwartet. (red/ks)

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