"Dringend notwendig"

8,4 Millionen Euro: Schulen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg profitieren vom Digitalpakt

+

Aus dem Digitalpakt von Bund und Ländern erhält Hersfeld-Rotenburg rund 8,4 Millionen Euro, um damit die digitale Ausstattung der 48 Schulen im Kreis zu verbessern.

Das teilt Landrat Dr. Michael Koch auf Anfrage unserer Zeitung mit. Die Verteilung des Fördergelds richtet sich nach den Schülerzahlen. Der Schwalm-Eder-Kreis erhält beispielsweise 10,2 Millionen Euro.

Der Landkreis als Schulträger kann somit über acht Millionen Euro zusätzlich in die Ausstattung der Schulen investieren. „Dies ist erfreulich, aber auch dringend notwendig, da die bereits geplanten Glasfaseranschlüsse nur ein erster Schritt sind“, sagt Landrat Koch, der sich in den vergangenen Monaten im Zuge des Ausbaus des Breitbandnetzes in Nordhessen auch für den Anschluss der Schulen eingesetzt hatte.

„Derzeit erstellen wir eine Prioritätenliste, sodass wir die ersten Maßnahmen in die Wege leiten können, sobald die Mittel zur Verfügung stehen“, sagt Koch. Voraussetzung für die Förderung ist ein Medienkonzept, das alle Schulen des Kreises bereits vorgelegt haben. „Wir stellen uns dem Thema Digitalisierung und sind konzeptionell dabei in Hessen auch sehr weit vorn“, sagt Jürgen Krompholz, stellvertretender Leiter des Staatlichen Schulamts in Bebra.

„Die digitale Veränderung unserer Gesellschaft ist gerade in den Schulen ein Mega-Thema, deshalb hätten wir auch gern eine höhere Förderung erhalten, aber die acht Millionen sind eine gute Basis“, so Krompholz.

Mit dem Geld soll vor allem der Ausbau von WLAN- und Schulnetzwerken, aber auch die Ausstattung der Schulen mit Servern gefördert werden. Zudem sollen digitale, pädagogische Lernplattformen aufgebaut werden. Für mobile Endgeräte dürfen maximal 20 Prozent der Fördersumme investiert werden. „Wichtig ist eine zeitgemäße Digitalausstattung, um unsere Schüler fit für Ausbildung und Studium oder den Arbeitsmarkt zu machen“, sagt der Landrat. 

Hintergrund: Insgesamt 5,5 Milliarden

Um das Defizit bei der Digitalisierung an deutschen Schulen zu verringern, haben Bund und Länder Mitte Mai den Digitalpakt Schule geschlossen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren sollen mindestens 5,5 Milliarden Euro investiert werden. Der Bund zahlt für den Aufbau der digitalen Infrastruktur mit schnellem WLAN, Tablets und einer Schul-Cloud, die Länder entwickeln pädagogische Konzepte und kümmern sich um die Weiterbildung der Lehrkräfte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.