Große Verunsicherung bei der Bevölkerung

Massiver Protest gegen Bahntrasse: 500 Menschen informierten sich in Neuenstein

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Großes Interesse bei der Infoveranstaltung zur geplanten Bahntrasse in der Mehrzweckhalle Obergeis:. Helmut Heiderich (MdB, CDU, links) kritisierte die Informationspolitik von Bahn und Verkehrsministerium. Im Publikum waren auch die Bürgermeister Thomas Fehling (Bad Hersfeld), Manfred Koch (Kirchheim) und Thomas Baumann (Ludwigsau) (vorne sitzend von links).

Hersfeld-Rotenburg. Die im Bundesverkehrswegeplan vorgesehene Bahntrasse durch Geistal und Rohrbachtal löst große Verunsicherung und Ärger bei den Menschen im Kreis Hersfeld-Rotenburg aus.

Mehr als 500 kamen am Donnerstagabend zu einer Infor-Veranstaltung der Bürgerinitiative und der Gemeinde Neuenstein – nicht nur aus Neuenstein selbst, sondern auch aus den benachbarten Städten und Gemeinden.

Immer wieder bekundeten sie lautstark ihre Empörung über die Planungen und über das Vorgehen von Verkehrsministerium und Deutscher Bahn. Denn die Bahn verspricht zwar größtmögliche Transparenz und Bürgerbeteiligung, tatsächlich ist aber das offizielle Vorghen bei Großprojekten alles andere als transparent, wie Bürgermeister Walter Glänzer erklärte. Es sei inzwischen notwendig, täglich alle möglichen Internetseiten nach neuen Planungen zu durchsuchen, um Fristen wahren zu können. Die Gemeinden und die Bürger würden nicht mehr direkt informiert, auch dann nicht, wenn ein Großprojekt sie betreffe.

Das geht auch dem Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich (CDU) so. Er erhielt auf eine offizielle Anfrage an die Bahn Ende Februar die Antwort, dass keine Trasse durchs Geistal geplant sei und erfuhr dann vier Wochen später von den tatsächlichen Plänen aus der Zeitung.

Alle Redner des Abens machten deutlich, wie wichtig es sei, dass möglichst viele Menschen schriftlich Einspruch einlegen. Die Frist endet am 2. Mai. Von Christine Zacharias

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