Matthias Möller: "Ich trete in Hungerstreik"

Hungerstreik angekündigt: Müllkünstler will Gegenstände nicht von Grundstück entfernen

Eine Schaufel wird zum Tischtennisschläger: Matthias Möller und eins seiner Kunstwerke. Foto: Henkel

Obergeis. Matthias Möller aus Obergeis, als „Müllkünstler" in der Region bekannt, will ab Montag in den Hungerstreik treten. Das hat der 52-Jährige unserer Zeitung gegenüber angekündigt.

Hintergrund: Bis zum 17. April soll Möller von seinem Grundstück in Hof Erzebach oberhalb von Obergeis auf Anordnung des Regierungspräsidiums (RP) Kassel zahlreiche Gegenstände entfernen: ein altes Auro, ausrangierte Büromöbel, eine ausgebaute Toilette, eine Badewanne, leere Glas- und Plastikflaschen und Tetrapacks sowie vieles mehr.

Die Gegenstände lagern auf einer Wiese neben seinem Haus, am Straßenrand und vor dem Hauseingang. Sie sind Kunst, sagt Möller, oder zumindest weiter verwertbar. Möllers Nachbarn und das RP sehen darin hingegen eine illegale Müllablagerung. Das RP hat angekündigt, die Gegenstände auf Möllers Kosten am 20. April wegräumen zu lassen.

Müllkünstler will Gegenstände nicht wegräumen 

Das will sich der Mann aus Obergeis nicht bieten lassen. „Ich hungere so lange, bis diese Aktionen gegen mich eingestellt werden“, erklärte er am Donnerstag. „Bis man mich anhört.“

Der Streit um die Gegenstände auf seinem Grundstück zieht sich schon über Jahre, wie Michael Conrad, Pressesprecher des RP Kassel, erklärt. Er verweist darauf, dass die Fristen, die die Behörden Möller gesetzt hätten, üppig bemessen gewesen seien.

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