Aufbau in zwei Phasen 

Neues Schulungszentrum: DLRG-Pläne sorgen für Wirbel

Hersfeld-Rotenburg. Die Ankündigung der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG), im Kreis Hersfeld-Rotenburg ein neues Schulungszentrum für Wasserrettung in Wildeck-Obersuhl aufbauen zu wollen, hat für erheblichen Wirbel gesorgt. 

Die Pläne hatte Jürgen Brill, der Vorsitzende des DLRG-Kreisverbands Hersfeld-Rotenburg, vorgestellt. 

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Der Aufbau des Zentrums ist nach Brills Angaben in zwei Phasen geplant. Zunächst wird ein modernes Rettungsboot angeschafft, das das zentrale Ausbildungsboot für den Kreis werden soll. Das Boot ist bereits bestellt.

Dazu hatte die DLRG Wildeck im Herbst 2015 einen Antrag auf Förderung aus dem europäischen Leader-Programm gestellt. Das Boot soll 75.000 Euro kosten. „Der Leader-Beirat bewilligte einen Zuschuss von 26.748 Euro für das Boot – das sind 50 Prozent der so genannten förderfähigen Kosten.“ Das stellte Sigrid Wetterau klar, die Regionalmanagerin für die Leaderregion Hersfeld-Rotenburg. Brill hatte für unseren Artikel von einer 50-prozentigen Förderung berichtet.

Die DLRG plant nach Brills Angaben außerdem, durch einen Anbau an die Kleinschwimmhalle in Obersuhl neue Schulungsräume und eine Garage für Geräte zu schaffen. „Was den Anbau an die Schwimmhalle angeht, liegt dem Leader-Beirat kein Antrag auf Förderung vor“, stellte Wetterau außerdem klar.

Nach einer ersten Kostenschätzung soll der Anbau etwa 238.000 Euro kosten. „Dass der Landkreis sich hieran in großem Maße beteiligt, ist unwahrscheinlich“, betonte der Pressesprecher des Kreises, Dirk Herrmann. Eine Förderung in dieser Größenordnung sei illusorisch. Dann wäre kein Cent mehr für andere Projekte übrig, sagte Herrmann.

Jürgen Brill bestätigte gestern auf Nachfrage, dass die Ausarbeitung eines Förderantrags für den Anbau ab Sommer diesen Jahres geplant sei. Wenn alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, will die DLRG Wildeck den Antrag offiziell stellen. Die Pläne, ein Schulungszentrum für Wasserrettung in Wildeck aufzubauen, seien auf DLRG-Kreisebene gefasst worden. „Es tut mir leid, dass einige meiner Äußerungen offensichtlich missverständlich waren“, sagte Brill.

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