Arbeitsmarkt in Hersfeld-Rotenburg weiter stabil

Niedrigste Mai-Arbeitslosenquote im Landkreis seit der Wiedervereinigung

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Mit einer Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent hat der Arbeitsmarkt im Mai 2019 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg den niedrigsten Wert seit der deutschen Wiedervereinigung erreicht.

Der Arbeitsmarkt in Waldhessen zeigt sich trotz abnehmender Konjunkturerwartungen damit stabil: Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Hersfeld-Rotenburg im Mai weiter gesunken, berichtet Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda.

Zum Ende des Monats Mai sind 2361 Personen arbeitslos gemeldet – elf weniger als im April und 259 weniger als im Mai des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote hat sich somit im Vergleich zum Vormonat nicht verändert und erreicht mit 3,7 Prozent (Vorjahr: 4,1 Prozent) den besten Mai-Wert seit der Wiedervereinigung 1990.

„Von der positiven saisonal bedingten Entwicklung haben nahezu alle Personengruppen profitiert, in besonderem Maße jüngere Personen unter 25 Jahren und Ältere über 50 Jahren – im Vergleich zum Vorjahr ist der Abbau der Arbeitslosigkeit bei Langzeitarbeitslosen und Ausländern hervorzuheben“, erklärt Agenturchef Dombrowski.

Mit 664 liege die Zahl der arbeitslosen Menschen ohne deutschen Pass im Landkreis Hersfeld-Rotenburg um 15,4 Prozent unter dem Wert vom Mai 2018.

Bei Menschen, die länger als ein Jahr auf Arbeitsuche waren, ist die Zahl der Arbeitslosen seit dem Vorjahresmonat um 20,6 Prozent gesunken.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung sind derzeit 892 arbeitslose Personen registriert – 38 mehr als vor einem Jahr. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der Arbeitslosen beim Jobcenter des Landkreises Hersfeld-Rotenburg um 297 Personen auf 1469 Arbeitslose.

„Die positive Arbeitsmarktverfassung kommt auch durch die hohe Zahl an Stellen zum Ausdruck, die von der Arbeitsagentur rekrutiert wurden“, sagt Dombrowski. Derzeit seien 1532 Stellen zu besetzen – 226 mehr als vor einem Jahr.

„Ungeachtet der leicht abnehmenden Konjunkturdynamik in unserer Region stehen die Akteure auf dem Arbeitsmarkt vor steigenden Herausforderungen“, erklärt der Arbeitsagenturchef. So zeige die sehr niedrige Arbeitslosenquote zunehmend die strukturelle Seite der Arbeitslosigkeit auf. Bei einem nennenswerten Teil der arbeitslosen Menschen fehle ein anerkannter Berufsabschluss.

Zudem würden familiäre Erziehungsaufgaben in zahlreichen Fällen die zeitliche Flexibilität einschränken, die bei verschiedenen Arbeitsstellen erwartet werde. In vielen gewerblich-technischen Berufen und auch in den Pflegeberufen sei der Fachkräftemangel deutlich zu spüren. „Folglich gestalten sich die Vermittlungsprozesse aufwändiger als in der Vergangenheit“, berichtet Dombrowski.

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