Nordhessen eignet sich für Wolfsterritorien

ARCHIV - 22.06.2015, Hessen, Homberg (Efze): Tiere aus einem Wolfsrudel tollen im Wildpark Knüll bei Homberg/Efze (Hessen). (Zu dpa "Große Teile Deutschlands bieten Wölfen Lebensraum") Foto: picture alliance / dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Weite Teile Nordhessens eignen sich sehr gut als Lebensraum für Wolfsrudel: Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Bundesamt für Naturschutz in Auftrag gegebene Studie.

Dazu gehört das Stölzinger Gebirge, in dem sich bereits eine Wölfin niedergelassen hat, ebenso wie der Reinhardswald und weite Teile von Waldeck-Frankenberg. Sie sind in der Studie mit der höchsten Eignungsstufe beurteilt worden.

Die Gegend rund um Kassel erhält hingegen die niedrigste Einstufung, ebenso wie das Rhein-Main-Gebiet. Sehr gute Lebensbedingungen bieten laut der Studie außerdem der Odenwald und die Region Fulda/Vogelsberg. Möglich sind in ganz Deutschland demnach 700 bis 1400 Territorien – das sind deutlich mehr, als Experten noch vor einigen Jahren geschätzt hatten. Lange gingen Fachleute davon aus, dass Wölfe unberührte Natur als Lebensraum brauchen, wie sie ihn vielfach in Osteuropa vorfinden, von wo aus sie nun nach Deutschland zurückgekehrt sind. Offiziell sind in Deutschland derzeit 105 Rudel registriert.

Aus dem Hessischen Umweltministerium heißt es zu der Studie auf Nachfrage: „Die Daten bieten interessante Anhaltspunkte. Wölfe richten sich aber nicht nach Modellrechnungen.“ Deswegen könne man auch keine seriösen Schätzungen abgeben, wie viele Rudel sich in Hessen niederlassen könnten. In der Regel sei ein Territorium 100 bis 200 Quadratmeter groß und nicht von größeren Straßen durchschnitten – doch auch diesbezüglich gebe es Ausnahmen. 

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