Verhandlung vor dem Amtsgericht vertagt

Gericht ist unzufrieden mit Dolmetscher: Planenschlitzer hören nur die Anklage

Bad Hersfeld. Viel Wirbel um nichts: Das Verfahren gegen zwei Polen vor dem Amtsgericht Bad Hersfeld wegen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung hat Richterin Silvia Reidt vertagt. Auch wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte müssen sich die Männer verantworten.

Die Gründe für die Vertagung: Einem Angeklagten war keine Anklageschrift zugestellt worden. Zudem waren beide Pflichtverteidiger unzufrieden mit dem anwesenden Dolmetscher.

Oberamtsanwältin Birgit Steinmüller hatte vorab noch die Anklageschrift verlesen. Laut dieser sollen die beiden Männer im Oktober 2014 mit zwei unbekannten Mittätern auf dem A-7-Parkplatz „Am Pommer“ bei Neuenstein versucht haben, die Ladung aus einem Lkw-Anhänger zu stehlen. Sie hätten dessen Plane zerschnitten und dann zwei Kartons mit Skianzügen herausgeholt. Dabei habe sie ein Polizist überrascht. Drei der Täter seien geflohen, so Steinmüller. Ein Angeklagter soll derweil dem Beamten mit einem Gassprühgerät ins Gesicht gesprüht haben. Dieser trug laut Staatsanwaltschaft Rötungen und Verbrennungen in Gesicht und Augen davon.

Die beiden polnischen Männer befinden sich wegen ähnlicher Delikte derzeit in Untersuchungs-Haft. Mehrere Polizisten waren im Gerichtssaal, um sie zu bewachen. (flk)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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