Interview: Marcel Mähler über Fußball, Karneval und das Rheinland 

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Fußball und schöne Frauen – sind (nicht nur) im Karneval beliebte Themen in der Männerwelt: Unser Foto zeigt Marcel Mähler bei der jüngsten Prunksitzung in Kathus mit Luisa Roth.

Hersfeld-Rotenburg. Fußball und Karneval sind zwei Leidenschaften von Marcel Mähler (SG Sorga/Kathus).

Ein nicht immer bierernst gemeintes Rosenmontags-Interview mit dem 34-Jährigen aus dem Bad Hersfelder Stadtteil Kathus.

Herr Mähler, was ist für Sie wichtiger: Der Rosenmontag oder der Lollsmontag?

Marcel Mähler: Schwierige Frage. Beide Tage sind wunderschön. Aber da ich im Karneval mehr zu Hause bin als in der Hersfelder Innenstadt, sage ich mal der Rosenmontag. Zudem kriege ich am Rosenmontag (und den Tag danach) meist einfacher Urlaub als am Lollsmontag.

Weil Sie in Kathus seit Jahrzehnten im Karneval engagiert sind...

Mähler: Ja. Rosenmontag fahren wir Kathuser Karnevalisten traditionell zu unseren Freunden nach Eiterfeld und nehmen dort am Umzug teil. Da fühlt man sich mal einen Tag wie im Rheinland. Alle haben sich lieb und feiern gemeinsam. Karneval kann man nicht erklären: Entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn. Das ist ein bisschen so wie mit dem Verein aus Süddeutschland, der in diesem Schlauchboot spielt.

Für Sie persönlich dürfte die Karnevalszeit ja beinahe anstrengender sein als die Vorbereitung für die Fußballer von Sorga/Kathus …

Mähler: Naja… im Karneval muss ich zumindest nicht so viel und schnell laufen wie die Jungs aktuell in der Vorbereitung. Von daher möchte ich nicht unbedingt tauschen.

Wie halten es die Jungs von der SG denn eigentlich so mit dem Karneval?

Mähler: Ein paar Spieler sind aktiv im Karneval dabei, in Kathus oder in Sorga. Der Großteil aber ist weniger auf der Bühne, sondern eher vor (oder auch hinter) der Theke zu finden...

Waren Sie als Karnevalsfan eigentlich schon mal in Köln oder Düsseldorf?

Mähler: Klar. Aber leider noch nicht zur Karnevalszeit. Das ist ein Ziel in den nächsten Jahren. Wir fahren mit unserer Gruppe, den Kathuser Schürzenjägern, allerdings in diesem Jahr zum fünften Mal in Folge ein Wochenende nach Düsseldorf auf „Bildungsreise“.

Da ist es aber sicher nicht so schön stimmungsvoll wie hier bei uns, oder?

Mähler: Nein. In der Hersfelder Innenstadt ist selbstverständlich weitaus mehr los als in Düsseldorf…(lacht)

Sie sind großer Fan von Eintracht Frankfurt. Wer ist denn eigentlich der größte Karnevalsverein für Sie?

Mähler: Naja, der 1.FC Köln ist ja jetzt sogar ein eingetragener Karnevalsverein. Aber als die Eiterfelder Fußballer im November mit 4:1 bei uns gewonnen haben, kam man sich danach im Kathuser Vereinsheim auch wie auf einer Prunksitzung vor.

Heute ist Rosenmontag: Die Eintracht und Montagabende - das ist ja auch so eine Geschichte für sich…

Mähler: Stimmt. Aber so schlecht war das gar nicht. Man musste sich wegen der Sport1-Übertragungen zumindest kein Sky-Abo kaufen. Aber ich denke, diese Zeiten sind vorbei.

Wer steigt denn diesmal in die Zweite Liga ab?

Mähler: Auf jeden Fall der Letzte und der Vorletzte. Da lege ich mich fest.

Und die Eintracht landet - wie ihre Fans gern singen - im Europapokaaal…

Mähler: Bei aller Heiterkeit… Übertreiben müssen wir es jetzt auch nicht. Platz acht bis zwölf wird’s, denke ich.

Schafft Sorga/Kathus in der Kreisoberliga eigentlich den Klassenerhalt?

Mähler: Das hoffe ich, aber es wird kein Selbstläufer. Die Liga ist diese Saison sehr ausgeglichen. Fußballerisch bin ich überzeugt davon, dass wir es packen. Aber Fußball spielt sich auch viel im Kopf ab. Mit der richtigen Einstellung packen wir es, und auch unsere Zweite.

Und die Abschlussfahrt führt dann nach Köln oder Düsseldorf? 

Mähler: Da gibt’s einen Interessenskonflikt. Unser SG-Chef Heiko Pfeiler ist glühender „Effze“ Köln-Fan, ich hingegen halte es eher mit der anderen Seite des Rheins, da ich dort Verwandtschaft habe. Aber da die Abschlussfahrt ohnehin von den Jungs organisiert wird, lasse ich mich überraschen.

Von Sascha Herrmann

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