Polizeipräsident Günther Voß stellt Kriminalstatistik vor

Rekord im Landkreis Hersfeld-Rotenburg: Zwei von drei Straftaten aufgeklärt

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Kein Treffer: Die Fingerabdrücke von Polizeipräsident Günther Voß (Mitte) sind nicht polizeilich registriert. Die erkennungsdienstliche Behandlung bei Voß nimmt Kriminaldirektor Rainer Neusüß vor. Er ist der Chef der Polizeidirektion in Bad Hersfeld, wo am Dienstagnachmittag die Kriminalstatistik des Jahres 2016 für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg vorgestellt wurde. Links an der Computer-Maus steht Polizeioberrat Martin Nickl, der Leiter der Kriminalpolizei im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Hersfeld-Rotenburg. Nachdem in den Jahren 2012 bis 2015 die registrierten Straftaten im Landkreis Hersfeld-Rotenburg kontinuierlich gesunken waren, hat sich dieser Trend im Jahre 2016 nicht fortgesetzt.

Das stellte Polizeipräsident Günther Voß gestern während der Präsentation der Kriminalstatistik in der Polizeidirektion in Bad Hersfeld fest. Im Vergleich zum Jahr 2015 stieg 2016 die Zahl der Straftaten von 5352 auf 5862 an. Allerdings bewegte sich die Aufklärungsquote im vergangenen Jahr mit 65,6 Prozent auf Rekordhoch. Damit sind zwei von drei aktenkundig gewordenen Straftaten von den Kriminalisten und Polizisten im Landkreis aufgeklärt worden. Laut Voß sei somit ein historischer Höchststand erreicht worden.

Insgesamt ermittelten die eingesetzten Beamten im abgelaufenen Jahr 2934 Tatverdächtige. Dabei handelte es sich um 2258 Männer und 676 Frauen. In 2015 betrug die Zahl der Tatverdächtigen 2683. Während die deutschen Tatverdächtigen nur von 2151 auf 2154 nach oben gingen, schnellte der Anteil der ausländischen Straftäter von 532 auf 780 nach oben. Insbesondere die Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz waren von 56 auf 138 gestiegen. Die Aufklärungsquote betrug dabei 97,1 Prozent. Besonders auffällig auch die Zunahme bei den Rauschgiftdelikten von 340 Fällen in 2015 auf 513 Fälle in 2016 – Aufklärungsquote: 98,2 Prozent.

Erhebliche Zunahmen waren auch bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (von 58 auf 79), bei Körperverletzungen (von 533 auf 647) sowie bei Brandstiftungen (von 18 auf 34) zu verzeichnen gewesen. Bei allen angezeigten Straftaten entstand ein Schaden in Höhe von fast 4,7 Millionen Euro. In dieser Summe nicht enthalten sind sogenannte Sachschäden.

Mehr in unserer Druckausgabe am Mittwoch.

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