Gemeinsame Vision

Sechs Bürgermeister aus dem Altkreis Rotenburg legen gemeinsame Ziele fest

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Diese Bürgermeister planen die Zukunft einer ganzen Region: Georg Lüdtke (Alheim, von links), Christian Grunwald (Rotenburg), Uwe Hassl (Bebra), Markus Becker (Ronshausen) und Alexander Wirth (Wildeck). Es fehlt Cornbergs Achim Großkurth.

Kreisteil Rotenburg. Sechs Bürgermeister, eine Vision: Wie sie ihr Städte und Gemeinden erfolgreich in die Zukunft führen wollen, haben die Rathauschefs in einer gemeinsamen Erklärung festgehalten.

Sie sind sich einig: Gemeinsam lässt sich mehr erreichen. Seit 2015 kooperieren Bebra, Rotenburg, Alheim, Ronshausen, Cornberg und Wildeck in einer ZuBRA30+ betitelten interkommunalen Zusammenarbeit. Zuvor hatten die drei erstgenannten schon knapp zehn Jahre lang im Verbund vier Millionen Euro in verschiedene Projekte investiert. Um sich noch breiter aufzustellen, waren dann weitere Kommunen angefragt worden, von denen drei zusagten. „Wildeck hat in den letzten Jahren versäumt, mit anderen interkommunal zusammenzuarbeiten“, sagte Bürgermeister Alexander Wirth. Jetzt sehe man aber die großen Chancen. Ronshausens Verwaltungschef Markus Becker sieht das ähnlich. „Wir werden nur als Region bemerkt, müssen Synergieeffekte für die Bürger nutzen und können gegenüber Landkreis und Regierungspräsidium zusammen eine stärkere Position haben“, sagte er.

Christian Grunwald, Bürgermeister in Rotenburg, erklärte als Ziel, langfristig ein hauptamtliches Regionalmanagement zu schaffen, „um jemanden zu haben, der unsere Belange für die Region durchsetzt“. Gleichzeitig betonte er, dass der gemeinsam verfasste Brief nur die Meinung der Bürgermeister abbilde. Jetzt sei es ihre Aufgabe, die jeweiligen Parlamente zu überzeugen.

Kompromisse sind nötig

Dass sie sich dabei Diskussionen mit den Fraktionen stellen müssten, ist allen Beteiligten bewusst. „Es kann durchaus vorkommen, dass im Parlament mal Beschlüsse gefasst werden, die nicht in erster Linie die eigene Kommune voranbringen. Wir werden aber eben alle auch mal etwas in das Projekt reingeben müssen, um an anderer Stelle etwas rausziehen zu können“, sagte Grunwald.

Deutliche Ziele formulierte Alheims Georg Lüdtke: „Wir wollen beweisen, dass wir genauso attraktiv sind wie die Kreisstadt und dazu noch besser aufgestellt. Wir werden nicht zuschauen, wie weiter Behörden abgezogen werden“, sagte er.

Hassl stellte beim Pressegespräch in Alheim heraus, dass ihm besonders wichtig sei, eine hinter den Kulissen schwelende Diskussion zu beenden. „Bebra wird Cornberg nicht schlucken“, sagte er. Auch die finanziell angeschlagene, kleinste Gemeinde des Kreises solle ihre rechtliche Eigenständigkeit behalten. Dem stimmten – in Abwesenheit von Cornbergs Bürgermeister Achim Großkurth – alle Amtskollegen zu.

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