Polizei und Rettungskräfte sind vorbereitet

Das Sicherheitskonzept auf den Weihnachtsmärkten im Kreis steht 

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Weihnachtsmärkte, hier in Bad Hersfeld, stehen jetzt besonders im Focus der Polizei.

Hersfeld-Rotenburg. Die Weihnachtsmärkte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg standen schon vor dem Anschlag verstärkt im Fokus der Polizei. Deshalb habe sie für die Weihnachtsmärkte bereits im Vorfeld ein Sicherheitskonzept erarbeitet.

„Eine latente Gefahr schwebt ja schon seit Monaten über uns“, sagt Polizeisprecher Martin Schäfer vom Polizeipräsidium Osthessen.

Das Sicherheitskonzept sah daher zum einen eine verstärkte Polizeipräsenz auf den Märkten vor, zum anderen aber auch eine intensive Arbeit im Umfeld. „Polizeiarbeit passiert viel im Verborgenen“, erklärt Schäfer. Es habe zusätzliche Kontrollen, Abgleiche von polizeibekannten Personen und viel Computerarbeit gegeben.

Konzept überarbeitet

Alle aktuellen Infos zum Anschlag in Berlin lesen Sie hier.

Nach dem Anschlag von Berlin habe die Polizei nun das Konzept für die drei noch aktiven Märkte in Rotenburg, Bad Hersfeld und Fulda überarbeitet. Derzeit werde es mit den Veranstaltern abgestimmt. Sollte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ein Anschlag verübt werden, wäre nicht nur die Polizei vorbereitet, sondern auch die Rettungskräfte. Dass Leitstelle, Rettungsdienst und Feuerwehr auch einem sogenannten Massenanfall an Verletzten (MANV) gewachsen sind, haben sie eindrucksvoll bei dem Busunglück kurz vor Silvester vor zwei Jahren unter Beweis gestellt.

„Das Konzept haben wir nach dem Unfall noch einmal überarbeitet und verbessert“, sagt Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar. Derzeit laufe zudem der Abstimmungsprozess zwischen der Polizei, die bei einer Gewalttat führend wäre, und den zuständigen Stellen beim Kreis.

Rettungsdienst aus den Nachbarkreisen

Die wissen genau, was zu tun ist und wer wann alarmiert werden muss. Dazu gehören je nach Schwere des Unglücks oder Anschlags die dienstfreien Kräfte aus der Leitstelle und der Rettungsdienst aus den Nachbarlandkreisen, erläutert Dittmar.

Die Öffentlichkeit wird zum einen über das System Kat-Warn informiert, zum anderen über alle anderen Info-Kanäle, die der Pressestelle des Kreises zur Verfügung stehen. Auch eine Personenauskunftsstelle ist für Notfälle vorgeplant und vorbereitet, versichert Dittmar.

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