Schwimmbäder reagieren auf Einzelfälle

Spanner unerwünscht: Erste Bäder in Hersfeld-Rotenburg verbieten Fotos

Hersfeld-Rotenburg. Schnell und unauffällig auf den Auslöser gedrückt: Handybilder in Freibädern werden immer mehr zu einem Problem. Auch in den Schwimmbädern der Region gibt es bereits Beschwerden von Badegästen, die sich durch die Fotos belästigt fühlen.

Einige Betreiber haben schon reagiert und verbieten das Fotografieren in ihren Bädern. So ist im Biberbad in Bebra das Bildermachen am Beckenrand und auf der Liegewiese verboten. Schilder weisen auf das Verbot hin. „Es gab schon Beschwerden von Gästen, weil fotografiert wurde. Wir achten bei unseren Rundgängen daher darauf, dass nicht am Beckenrand geknipst wird. Die meisten Gäste haben Verständnis für das Verbot“, erläutert Maurice Hobert, Betriebsleiter des Bades.

Die Bäder in Heringen und in Rotenburg verbieten Fotos in den Hallenbädern und im Saunabereich.

Im Obersuhler Freibad ist dagegen nur das berufsmäßige Fotografieren explizit verboten. Schwimmmeister Jürgen Tometzki achtet jedoch darauf, dass offensichtliche Spanner in die Schranken verwiesen werden: „Wenn wir beobachten, dass Damen fotografiert werden, würden wir die Leute ermahnen oder vom Hausrecht Gebrauch machen“, erläutert er das Vorgehen. Angesichts immer kleinerer Geräte seien Kontrollen aber schwierig. In Ronshausen, Asmushausen und Oberaula gibt es kein Fotografierverbot.

Von Smartphoneverboten oder einer Verpflichtung, die Objektive abzukleben, halten die Betreiber nichts. „Wenn ich etwas verbiete, mache ich es interessant“, begründet Kay Thimet, Leiter der Bad Hersfelder Bäderbetriebe die Entscheidung. Zudem befürchte er, dass bei einem generellen Handyverbot junge Badegäste die Bäder mieden. Auch sei letztlich ein Verbot kaum zu kontrollieren.

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