Menschen kamen nicht zu Schaden

Niklas hielt die Feuerwehren im Kreis Hersfeld-Rotenburg auf Trab

Schreck am Vormittag: Dieser Baum stürzte von einem Nachbargrundstück auf eine Terrasse an der Ellingeröder Straße in Rotenburg. Er begrub einen Gartentisch und zwei Stühle unter sich. Foto: Meyer

Hersfeld-Rotenburg. 32 umgestürzte Bäume, vier abgedeckte Dächer - Sturmtief Niklas hat auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg Schäden verursacht.

Waldhessen blieb dennoch vergleichsweise verschont. Menschen kamen, so die Bilanz bis gestern Nachmittag, nicht zu Schaden. Die Zahlen stammen aus dem Landratsamt des Kreises.

„Eine Vielzahl von Feuerwehrleuten waren im Einsatz“, erklärte eine Sprecherin des Kreises. Sie schließt nicht aus, dass einzelne Wehren auch Einsätze fuhren, die bislang noch nicht dokumentiert sind. Das deckt sich mit den Zwischenbilanzen, die Polizei und Forstämter ziehen. „Gravierende Schäden sind mir nicht bekannt“, resümierte Helgo Altenburg von der Polizei in Bad Hersfeld.

„Wir sind zum Glück weitgehend verschont geblieben - anderswo hat der Sturm viel schlimmer gewütet.“ Altenburg berichtet von mehreren Straßensperrungen verteilt über das gesamte Kreisgebiet. Schon am Dienstagvormittag seien die ersten Bäume umgestürzt. Seine Rotenburger Kollegen berichten Ähnliches.

„Es ist nicht so schlimm, wie es aussieht“, bilanziert Jens Müller, Leiter des Forstamts in Bad Hersfeld. „Es müssen keine Flächen entwaldet werden. Die Größenordnung der Schäden ist überschaubar.

Dem pflichtet Müllers Kollege Dr. Hans-Werner Führer, Leiter des Forstamts in Rotenburg, bei: „Wir sind nochmal gut davongekommen.“ Bis zu den Osterfeiertagen sollen die Hauptwege in den Wäldern wieder geräumt sein. Obgleich für die Bediensteten der Forstämter gilt: „Geräumt wird natürlich erst, wenn es sicher ist“, wie Jens Müller sagt. Führer warnt zudem, dass der Wind zwar nachgelassen habe, Bäume aber noch nachfallen könnten, die abgeknickt sind und an anderen Bäumen lehnen. „Das alles“, sagt Führer aber, „ist kein Vergleich zu Kyrill. Der war 100- bis 200-mal stärker als Niklas.“

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