Erneut leichter Rückgang – Nur Bad Hersfeld legt kräftig zu

Tourismus im Kreis schwächelt weiter

Hersfeld-Rotenburg. Während die Übernachtungszahlen in Hessen im Jahr 2015 auf ein neues Rekordergebnis geklettert sind – es wurde mit einem Anstieg um 3,2 Prozent erstmals die 32-Millionen-Grenze geknackt – schwächelt der Tourismus im Kreis Hersfeld-Rotenburg weiter.

In der Jahresbilanz des Hessischen Statistischen Landesamtes werden für 2015 für die Beherbergungsbetriebe zwischen Alheim und Haunetal insgesamt 1,07 Millionen Übernachtungen gezählt. Das sind 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer hat sich nicht verändert. Sie betrug 2,9 Tage. Damit lag die Zahl der Übernachtsgäste 2015 bei etwa 366 000.

Rotenburg und Bad Hersfeld waren mit 351 690 und 348 233 Übernachtungen wieder die tragenden Säulen des Fremdenverkehrs. Sie vereinen fast zwei Drittel der Übernachtungen im Kreis auf sich.

Minus in Rotenburg

Während Rotenburg einen Rückgang von 5,4 Prozent verzeichnet, freut sich Bad Hersfeld über eine Steigerung von 6,7 Prozent. „Umsatzbringer sind unter anderem Radtouristen, die die Kur- und Festspielstadt als Etappenziel entlang des Fuldaradweges R1 nutzen“, betont Bad Hersfelds Kurdirektor Christian Mayer.

„Der leichte Rückgang in Rotenburg rührt aus dem Sommer her. Damals wurde das Haus der Begegnung geschlossen. Wegen der hohen Temperaturen sind die Touristen auch lieber ans Meer gefahren“, sagt Kerstin Schulz, die Leiterin der Tourist-Information. Auch auf dem Campingplatz seien weniger Besucher gewesen. Außerdem falle die Anziehungskraft der Festspiele in Bad Hersfeld in diese Zeit. Seit September aber gehe es wieder bergauf. „Wir arbeiten weiter an einer Steigerung.“ Es sei schade, dass Tagesgäste nicht in die Statistik einfließen. „Davon haben wir eine große Zahl“, sagt Schulz.

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