Tourismus

Von Flugscham keine Spur: Bei Waldhessen liegen Fernreisen im Trend

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Der Trend zu Flugreisen ist ungebrochen. 

Trotz verstärktem Umweltbewusstsein setzt sich auch bei vielen Waldhessen immer noch das Fernweh durch. Auch Kreuzfahrten sind nach wie vor sehr beliebt.

Die Reisezeit hat begonnen. Wohin verschlägt es die Waldhessen in diesem Jahr? Trotz Flugscham-Debatte und verstärktem Umweltbewusstsein – bei den Urlaubszielen entscheidet immer noch eher das Fernweh und der Preis darüber, wohin die Reise geht. Das haben zumindest die Tourismus-Profis in unseren Reisebüros beobachtet.

„Zurückhaltung bei Flugreisen – das merken wir bei unseren Kunden gar nicht“, sagt Dennis Krug. Der Geschäftsführer der Reisewelt Teiser und Hüter spricht in Sachen Flugscham von einer „Riesenkluft zwischen Medien und Realität“. Fernziele wie Afrika, Asien sowie Nord- und Südamerika seien bei seinen Kunden sehr beliebt. 

Und auch der Trend zu Kreuzfahrten sei ungebrochen. „Viele fangen gerade erst an, das zu entdecken“, berichtet der 36-Jährige. Deshalb werde sich dieser Trend fortsetzen. Ökologische Konzepte – vom Flüssiggas-Antrieb bis zur Müllvermeidung – seien bei den Reedereien alledings inzwischen ein großes Thema, auf das auch seitens der Reise-Kunden vermehrt geachtet werde.

Neben dem Wunsch nach Schiffsreisen seien auch Eigenanreisen zum Beispiel an den Gardasee nach Italien oder nach Kroatien stark gefragt, berichtet Ellen Persch, Geschäftsführerin im TUI Reisecenter Rotenburger Reisewelt. Aber auch individiuelle Fernreisen nach Thailand stehen bei ihren Kunden hoch im Kurs.

„Nach dem Motto Wasser predigen und Wein trinken reden zwar viele von Flugscham, nutzen aber dennoch immer mehr die Billigflieger“, sagt Hans-Jürgen Mannel, Geschäftsführer des Reisebüros am Rathaus in Bad Hersfeld. Diese würden über günstige Preise auch Kunden in die Flieger locken, die eigentlich gar nicht fliegen wollten, sagt der 61-Jährige. 

Bei den Kurz- und Mittelstrecken seien neben Griechenland die Türkei und Ägypten nun wieder die großen Gewinner. „Politische Vorbehalte sind in den Hintergrund getreten – wichtigstes Argument ist in den meisten Fällen der Preis“, sagt Mannel. 

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