Windkraft: Standorte stehen vorerst fest - 3100 statt 3500 Hektar

Hersfeld-Rotenburg. Nur geringfügig kleiner werden die Flächen im Kreis Hersfeld-Rotenburg, auf denen künftig Windkraftanlagen aufgestellt werden können. Statt 3500 Hektar wären 3100 Hektar betroffen.

Das sieht der zweite Entwurf des Teilregionalplans Energie vor, den der Hauptausschuss der Regionalversammlung nun einstimmig befürwortet hat.

Das nordhessische Regionalparlament wird am 17. November eine endgültige Entscheidung darüber treffen. Kommunen und Bürger können sich im Frühjahr noch einmal dazu äußern.

Auch wenn die Gesamtfläche für Windkraft im Landkreis kaum sinkt, gibt es doch einige gravierende Veränderungen: So werden im Norden des Kreises, im Bereich des Höhenzugs Franzosenstraße, die von Cornberg bis Bebra führt, einige Flächen komplett gestrichen. Das hängt nicht zuletzt mit der hohen Population des geschützten Rotmilans in diesem Gebiet zusammen, die durch akribische Beobachtungen von Arno Werner (Nabu) nachgewiesen wurde.

Auf der anderen Seite gibt es erhebliche Flächenausweitungen, zum Beispiel im Bereich Wippershain. Das bereits bekannte Gebiet westlich von Dinkelrode soll um acht auf 65 Hektar erweitert werden, hinzu kommt noch ein ganz neues Gebiet nördlich der Wippershainer Höhe. Es umfasst 69 Hektar. Für den Vorsitzenden der Bürgerinitiative „Rettet den Buchwald“, Klaus Momberger, Grund genug zu sagen: „Wir geben nicht auf.“

Die Planung für den Regierungsbezirk Kassel sieht vor, dass 18 000 Hektar - 2,2 Prozent der Fläche von Nordhessen - für Windkraft reserviert werden. Ziel ist es, den Bau von bis zu 800 Windrädern der aktuellen Drei-Megawatt-Klasse zu ermöglichen. Gegenüber dem ersten Entwurf des Regionalplans Energie von 2012 wurden zahlreiche Veränderungen vorgenommen. Bei der ersten Auslegung der Pläne haben 15 000 Bürger Einsprüche angemeldet. (hog/sis)

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Rubriklistenbild: © dpa

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