Diebe schlagen im Winter häufiger zu

Zahl der Einbrüche im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist auffällig angestiegen

Hersfeld-Rotenburg. Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist in diesem Jahr auffällig angestiegen. Von einem dramatischen Anstieg ist aber keine Rede.

Bereits bis Ende September verzeichnete die Polizei etwa so viele Einbruchsfälle wie es im ganzen vergangenen Jahr waren. In diesem Jahr wurden bis Ende September 122 Fälle gemeldet - davon 62 Einbruchsversuche. Für Oktober liegen noch keine Zahlen vor. Insgesamt rechnet die Polizei aber mit etwa 150 Fällen im Kreis in diesem Jahr. 2014 waren es 118 Fälle (davon 55 Versuche).

Trotzdem spricht die Polizei von einer „insgesamt ruhigen Lage im Vergleich zu den Großstädten.“ Dennoch sei natürlich jeder einzelne Fall für die Betroffenen dramatisch, betonte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessen in Fulda, Christian Stahl. Im ländlichen Raum funktioniere die soziale Kontrolle noch besser. „Auf dem Land muss ein Einbrecher damit rechnen, dass er von Nachbarn entdeckt und gemeldet wird.“

Waren in den Jahren 2010 bis 2012 jeweils etwa um die 100 Fälle im Kreis gemeldet worden, hatte es im Jahr 2013 schon einmal einen deutlichen Anstieg gegeben - auf 133 Fälle. Richtig viel zu tun hatte die Polizei im Bereich der Autobahn 4 zwischen Wildeck und Bad Hersfeld in den 1990-er Jahren durch die sogenannten Rumänenbanden. „Von solchen Szenarien sind wir heute aber weit entfernt“, heißt es bei der Polizei.

In der dunklen Jahreszeit von Oktober bis Ostern sind die Diebe vermehrt unterwegs, vor allem im Zeitraum von 15 bis 22 Uhr, berichtete Pressesprecher Stahl. Aus diesem Grund nutzt die Polizei den Tag, an dem die Uhr auf Winterzeit umgestellt wird, als „Tag des Einbruchschutzes“, um die Bevölkerung aufzuklären, wie sie wirksam Einbrüchen vorbeugen kann.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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