Bußgeld: Rund zwei Euro pro Einwohner fließen in kommunale Etats

Zahl der Temposünder im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist weiter gesunken

Hersfeld-Rotenburg. Die Bußgelder für Temposünder im Kreis Hersfeld-Rotenburg sind auch eine Finanzspritze für die Städte und Gemeinden des Ordnungsbehördenbezirks (OBB) Geschwindigkeitsmessung. Allerdings sinkt der Überschuss aus dem OBB von Jahr zu Jahr.

Etwa 2,20 Euro pro Einwohner gehen diesmal an die beteiligten Kommunen. Insgesamt beläuft sich der Überschuss für das Jahr 2016 auf etwa 200 000 Euro. Nach Auskunft des Bebraer Bürgermeisters Uwe Hassl betrug der Überschuss im Jahr zuvor 260 000 Euro – etwa 2,90 Euro pro Einwohner. Im Jahr 2011 waren es noch fünf Euro. Dieses Geld fließt in die jeweiligen Etats.

Hassl, der Chef des OBB ist, sieht in den sinkenden Überschüssen auch einen Effekt der Geschwindigkeitsmessungen. „Offensichtlich findet ein Umdenken bei den Straßenverkehrsteilnehmern statt. Geld hat mittlerweile niemand mehr zu verschenken“, sagt Hassl. 56 000 Fälle bearbeiteten die Mitarbeiter des OBB im vergangenen Jahr – 3500 weniger als im Durchschnitt der vergangenen vier Jahre.

Es werden nicht nur Autofahrer belangt, die zu schnell unterwegs sind. Auch der ruhende Verkehr wird überwacht, Park- und Halteverbote ebenso kontrolliert wie das Handyverbot am Steuer oder die Pflicht, sich anzuschnallen. Ferner werden die TÜV-Plakette und meldepflichtige Änderungen überprüft.

Ob bei den Temposündern überwiegend Auswärtige geblitzt werden, darüber führe man keine Statistik, erklärte Hassl. Acht OBB-Mitarbeiter sind unterwegs im Außendienst, fünf arbeiten im Bebraer Rathaus. „Einsprüche und Gerichtsverfahren werden an das Regierungspräsidium abgegeben. Diese bearbeiten wir nicht“, betont Hassl. Der Bebraer Bürgermeister steht als Vertreter seiner Kollegen an der Spitze des OBB. 

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Rubriklistenbild: © dpa-avis

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