Städte und Gemeinden müssen weniger wilden Müll einsammeln

Zahl der Umweltsünden im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist gesunken

Hersfeld-Rotenburg. Entgegen dem bundesweiten Trend ist die illegale Müllentsorgung in den Städten und Gemeinden des Landkreises Hersfeld-Rotenburg ruckläufig. Das teilen die Polizei sowie der Abfallwirtschaft-Zweckverband des Kreises mit.

„Waren es 2012 noch 55 Umweltdelikte, sind es 2016 insgesamt 50 Straftaten gewesen, die in unserem Kreis von Umweltsachbearbeitern der Polizei aufgenommen wurden“, erklärt Manfred Knoch, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessen. Als Umweltdelikt werde die illegale Entsorgung von Müll mit Folgen für die Umwelt bezeichnet – angefangen vom Schrottauto über benutzte Windeln bis hin zu Altöl und chemischen Stoffverbindungen.

Einen Rückgang verzeichnet auch der Abfallwirtschaft-Zweckverband (AZV), der illegal abgelagerten Müll von den Städten und Gemeinden annimmt. Wurden 2012 noch etwa 53 Tonnen wilder Müll angeliefert, waren es 2016 etwa 44,5 Tonnen. „Erfreulich ist, dass die Menge der illegal abgelagerten Abfälle tendenziell abnimmt, wobei natürlich jede Ablagerung eine zu viel ist“, erklärt Gerd Keidel, stellvertretender AZV-Geschäftsführer.

Da der wilde Müll der Städte und Gemeinden vom Abfallwirtschaft-Zweckverband gebührenfrei angenommen wird, werden die Kosten auf alle Müllkunden umgelegt. 2012 fielen dafür 7300 Euro an, 2016 waren es 5600 Euro. Darin nicht enthalten sind die Kosten, die den Städten und Gemeinden durch Einsammeln und Transport entstehen. Diese werden meist auf die Steuern aufgeschlagen.

An Autobahnen sowie Bundes-, Landes-, und Kreisstraßen in unserem Kreis sieht es mit der illegalen Müllentsorgung jedoch anders aus. Hessen Mobil meldet hier eine Zunahme. Musste die Straßenbehörde für die Beseitigung 2015 noch 145.000 Euro aufbringen, waren es 2016 schon 180 000 Euro. (fis)

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Rubriklistenbild: © picture alliance / ZB

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