Elke Künholz: Dezentrale Unterbringung hat sich bewährt

Zurzeit kommen keine neuen Flüchtlinge im Landkreis an

Hersfeld-Rotenburg. Die Schließung der Balkanroute für Flüchtlinge und das Abkommen mit der Türkei wirken sich auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg aus. Seit Monaten kommen hier kaum neue Flüchtlinge an, erklärt die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz auf Anfrage unserer Zeitung.

Da der Landkreis sein Soll an Aufnahmen übererfüllt habe, bekomme er zurzeit überhaupt keine Zuweisungen, sagt Künholz. Es gebe lediglich Familienzusammenführungen, so etwa 15 bis 25 Personen im Monat. Momentan leben, so Künholz, 1199 Asylbewerber im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Dazu kommen weitere 520 Menschen, die aus völkerrechtlichen oder politischen Gründen eine Aufenthaltserlaubnis haben und 202 Familienangehörige.

Die Neuankömmlinge sind auf Unterkünfte im ganzen Kreisgebiet verteilt. Neben einigen Gemeinschaftsunterkünften, leben die allermeisten Flüchtlinge in Wohnungen in den Städten und Gemeinden.

Dieses Konzept der dezentralen Unterbringung habe sich bewährt, ist die Erste Beigeordnete überzeugt. Es gebe kaum Probleme und Streitigkeiten zwischen den Flüchtlingen. Auch mit den deutschen Nachbarn funktioniere das Zusammenleben gut bis sehr gut. Ein Dauerthema, um das sich die ehrenamtlichen Betreuer vor Ort immer wieder kümmern müssten, sei allerdings die Mülltrennung, die den Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten völlig unbekannt und nur schwer zu vermitteln sei. Auch wegen des Energieverbrauchs gebe es immer wieder einmal Kritik der Nachbarn.

Nach und nach besuchten die Asylbewerber nun deutsche Sprach- und Integrationskurse. Dafür gebe es allerdings mehr Bedarf als Angebote. Ein Großteil der Menschen habe allerdings vor Ort angebotene Kurse zur „lebenspraktischen Ertüchtigung“ besucht, in denen auch Grundkenntnisse der Sprache vermittelt würden, erklärt Künholz.

Mehr lesen Sie am in der gedruckten Montagsausgabe und im E-Paper.

Rubriklistenbild: © dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.