Polizei veröffentlicht Unfallstatistik 

Zwei Tote und 119 Schwerverletzte auf Straßen in Hersfeld-Rotenburg

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Viele Verletzte bei Unfällen im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Dies ist ein Symbolbild.

Bei Verkehrsunfällen sind im Landkreis Hersfeld-Rotenburg so viele Menschen zu Schaden gekommen wie seit 2014 nicht mehr. Das besagt die Verkehrsunfallstatistik. 

Zwei Menschen sind im vergangenen Jahr auf den Kreis-, Landes- und Bundesstraßen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ums Leben gekommen. 119 Menschen wurden schwer, 396 leicht verletzt. Damit sind bei Verkehrsunfällen insgesamt so viele Menschen zu Schaden gekommen wie seit 2014 nicht mehr.

Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik des Polizeipräsidiums Osthessen hervor. Während die Anzahl der Verkehrstoten seit 2015 im Kreis konstant ist, bedeuten die 119 Schwerverletzten den höchsten Wert seit fünf Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl um fast 25 Prozentpunkte erhöht. Als schwerverletzt gilt, wer in Folge eines Verkehrsunfalls für mindestens 24 Stunden stationär in einem Krankenhaus aufgenommen wird.

Polizeipräsident Günther Voß

„Erfreulich ist, dass die Gesamtunfallzahl erstmals seit 2014 wieder rückläufig ist“, sagte Polizeipräsident Günther Voß, der die Zahlen in Fulda vorstellte. Im Landkreis krachte es im vergangenen Jahr 2694-mal. Das sind 175 Unfälle weniger als noch 2018.

Nach Angaben der Beamten beläuft sich der dadurch entstandene Gesamtsachschaden auf sieben Millionen Euro. 50 Unfälle ereigneten sich unter Einfluss von Alkohol, neun unter Drogeneinfluss. „Wer sich berauscht ans Steuer setzt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern vor allem seine Mitmenschen“, sagte Voß. Hauptursache Nummer eins bei Unfällen mit Getöteten oder Schwerverletzten sei aber nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit. Fast jeder 13. Unfall sei auf zu schnelles Fahren zurückzuführen.

Die Polizei hat im vergangenen Jahr zudem kreisweit 633 Unfallfluchten registriert, davon 26 mit Personenschaden. Jeden dritten Fall haben die Beamten im Nachhinein aufgeklärt. „Neben der Schadensregulierung erwartet die Täter dann ein Strafverfahren und damit zum Teil empfindliche Geld- oder Freiheitsstrafen sowie Führerscheinentzug“, so der Polizeipräsident. 

1619 Verkehrsunfälle auf der Autobahn

Gesondert aufgeführt im Verkehrsbericht sind die Autobahnen. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld – also die Streckenabschnitte auf den Autobahnen A 4 (52 Kilometer), A 5 (41 Kilometer) und A 7 (28 Kilometer) – haben sich 1619 Verkehrsunfälle ereignet. Das sind 242 weniger als im Vorjahr. Auf den Autobahnen in der Region starben drei Menschen, 73 wurden schwer, 295 leicht verletzt. Alle Unfälle zusammen haben einen Gesamtschaden in Höhe von zwölf Millionen Euro verursacht. 

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