Robert-Koch-Institut hilft mit Personal

Kreis Hersfeld-Rotenburg rüstet gegen Corona auf: Neue Software im Einsatz

Das Bild zeigt eine Frau beim Coronatest.
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Symbolbild Coronavirus.

Mehr Mitarbeiter und eine neue Software für die Kontaktnachverfolgung: Das Gesundheitsamt Hersfeld-Rotenburg bereitet sich auf wieder steigende Corona-Zahlen vor.

Hersfeld-Rotenburg - „Aufgrund der Gefahr eines rasanten Anstiegs der Infektionszahlen durch Virusvarianten sind wir dabei, schnell weiteres Personal einzustellen“, sagte Landrat Dr. Michael Koch (CDU) am Mittwoch bei einem Treffen mit Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) im Landratsamt.

Um schnell auf das dynamische Infektionsgeschehen zu reagieren, habe das Gesundheitsamt einen Bedarf von bis zu 20 zusätzlichen Mitarbeitern gemeldet. Derzeit seien 140 Mitarbeiter der Kreisverwaltung für die Kontaktnachverfolgung von Infizierten geschult.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier war im Landratsamt in Bad Hersfeld zu Gast.

Dafür sind nach Angaben von Koch im Landkreis je nach Infektionsgeschehen „Mitarbeitende im Umfang von knapp 45 Vollzeitstellen“ eingesetzt, darunter auch sechs sogenannte Containment-Scouts, die das Robert-Koch-Institut zur Verfügung gestellt hat. Laut RKI handelt es sich dabei meist um Medizinstudenten, die bundesweit die Ämter unterstützen. Zwei zusätzliche RKI-Scouts nehmen ihre Arbeit im März und April auf. Sollte die Inzidenz wieder steigen, stünden bis zu 70 Kontaktnachverfolger als Reserve bereit, sagte Koch.

Um effektiver in der Nachverfolgung zu werden, hat das Gesundheitsamt seit diesem Monat vollständig auf die Software Sormas umgestellt. „Sormas erleichtert die Ermittlung zur Kontaktnachverfolgung und von Infektionsketten“, so Marco Kaufunger, Leiter des Fachdienstes Gefahrenabwehr. Bislang lief die Nachverfolgung laut Kreis-Sprecher Pelle Faust über andere Programme, digitale Listen und die klassische Handakte. „Hersfeld-Rotenburg nimmt mit der Einführung von Sormas eine Vorreiterrolle ein“, sagte Bouffier.

Bis Ende des Monats soll die Software in allen hessischen Gesundheitsämtern installiert sein. Das helfe auch beim Datenaustausch untereinander. „Nur, wenn wir es schaffen, das Ausbruchsgeschehen zu lokalisieren und nachzuverfolgen, können wir gezielt handeln“, so der Ministerpräsident. (Sebastian Schaffner)

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