Friedhof für Kuscheltiere

Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar klärte über Gefahren durch Silvesterfeuerwerk auf

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Kuscheltiere mit Knalleffekt: Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar entzündet einen handelsüblichen Böller vom Vorjahr, der in einem Stofftier steckt.

Bad Hersfeld. Eine brennende Böllerzündschnur, ein lauter Knall und viel Rauch. Übrig bleibt ein Stofftier mit einem großen qualmenden Loch im Bauch.

Eindrucksvoll zeigte Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar zusammen mit der Feuerwehr Bad Hersfeld, was passieren kann, wenn man unsachgemäß mit Böllern oder Raketen umgeht.Das Ergebnis waren verbrannte, aufgerissene und zerfetzte Kinderspielzeuge. Feuerwerkskörper seien eigentlich ein ungefährlicher Spaß, solange man die Vorschriften beachte, stellt Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar fest.

„Aber der unsachgemäße Umgang kann zu Sachschäden, Verletzungen wie Verbrennungen oder geplatzte Trommelfellen und sogar Todesfällen führen“, weiß Tanja Dittmar. Deswegen sei es wichtig, die Menschen vor den Silvesterfeierlichkeiten auf die Gefahren hinzuweisen und nicht erst im Nachhinein eine negative Bilanz zu ziehen.

Das Entscheidende für die sichere Verwendung von Feuerwerkskörpen sei, dass man sich an die Gebrauchsanweisung halte. Außerdem solle man nur Knaller verwenden, die von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung mit einer BAM-Nummer gekennzeichnet wurden. „Man sollte also lieber zum normalen Böller aus dem Supermarkt greifen als zu den gefährlichen Polenböllern, wenn man Verletzungen vermeiden möchte“, empfiehlt Dittmar.

Außerdem sei es wichtig, dass man im Kopf behalte, dass man es mit Sprengstoff zutun habe, der zudem noch eine sehr kurze Zündschnur habe. Der nötige Respekt sei deswegen angebracht. „Niemand will an Silvester verbrannte Haare oder in die Haut eingebrannte Handschuhe haben.“

Generell sollte man Abstand halten, wenn man Böller entzünde. Sowohl von Einzelpersonen und Menschenmengen als auch von Häusern und entflammbaren Gegenständen, um das Unfallrisiko zu minimieren. Sein eigenes Haus könne man dadurch schützen, dass man alle Fenster schließe und brennbare Dinge wie Müllsäcke in der Silvesternacht nicht draußen stehen lasse.

Strengere Richtlinien und Maßnahmen hält die Kreisbrandinspektorin trotzdem nicht für notwendig. Von den handelsüblichen Knallern gehe keine allzu große Gefahr aus, wenn man nüchtern genug sei, um sich an die Vorschriften zu halten, erläutert die Kreisbrandinspektorin. „Und der gesunde Menschenverstand sagt uns doch, dass wir nicht so aussehen wollen wie die Kuscheltiere.“ (lms)

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