Im April folgt der Landesentscheid

Kreisentscheid: Berufswettbewerb für Landwirte am Eichhof

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Zur Abfahrt bereit: Florian Wieseman n prüft noch mal alles ganz genau, nachdem er den Hänger am Traktor befestigt hat.

Bad Hersfeld. Wer ist Hessens bester angehender Landwirt? Diese Frage wird am Landwirtschaftszentrum Eichhof des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen (LLH) beantwortet. 

Dort fand jetzt der Kreisentscheid des Berufswettbewerbs für den Ausbildungsberuf Landwirt statt, im April folgt dann der zweitägige Landesentscheid, ebenfalls am Eichhof.

Für Anna-Sophie Rößner und Florian Wiesemann steht die Abschlussprüfung kurz bevor. Die beiden besuchen die Beruflichen Schulen in Bebra und sind im dritten Lehrjahr. Im Mai schließen sie ihre Ausbildung zum Landwirt und zur Landwirtin ab.

Die Schule in Bebra ist Anlaufstelle für alle angehenden Landwirte aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner. 14 Schülerinnen und Schüler sind es, die in diesem Jahr am Berufswettbewerb teilnehmen. Auf sie warten abwechslungsreiche Aufgaben, die sie bereits jetzt auf die große Abschlussprüfung einstimmen sollen. Zwar zählt dieser Wettbewerb für keine Schulnote, aber einen Ansporn haben die Berufsschüler trotzdem. „Man kann seinen Wissensstand testen, um zu sehen, ob man gut vorbereitet ist für die Abschlussprüfung“, erzählen Anna-Sophie und Florian.

Zum Verwechseln ähnlich: Bei der Bestimmung der verschiedenen Samen ist für den Auszubildenden Florian Wiesemann Konzentration gefragt. Das komplette Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuzchen oben rechts klicken.

Gegliedert ist der Wettbewerb in einen theoretischen und einen praktischen Teil, dessen Aufgaben einheitlich von Land Hessen vorgegeben werden. Für alle Auszubildenden startete der Wettbewerbstag mit einer schriftlichen Prüfung.

Den zweiten, theoretischen, Teil bildet eine Präsentation, bei der die angehenden Landwirte ihren Ausbildungs- beziehungsweise Praktikumsbetrieb vorstellen. Nach ihrem Vortrag wurde Anna-Sophie noch von ihrem Lehrer Christian Roth gelöchert, von Aufregung war bei ihr aber nichts zu spüren. Auch Anke Roß vom Kreisbauernverband war anwesend und musterte die Auszubildende genau.

Anna-Sophie hat nach ihrer Präsentation bereits alle Aufgaben geschafft. Für Florian stehen die beiden praktischen Aufgaben noch bevor. Unter den strengen Augen von Alexander Trost vom LLH und Thilo Frankfurt vom Kreisbauernverband müssen die Auszubildenden einen zweiachsigen Anhänger an einen Traktor anhängen. Das ist leichter gesagt als getan.

Die Abfahrtskontrolle, bei der unter anderem geprüft wird, ob mit der Beleuchtung alles stimmt, hat ihre Tücken, und nicht jeder hat es auf seinem Betrieb mit den gleichen Maschinen zu tun. Für den Auszubildenden Florian scheint das alles aber keine Schwierigkeiten darzustellen, jeder Handgriff sitzt und auch Alexander Trost scheint zufrieden.

Danach geht es auch für ihn zur letzten Station des Tages. Im Hörsaal erwarten ihn Lars Glebe, Ausbildungsberater am Eichhof, und 25 verschiedene Samen, Futtermittel und Werkzeuge, die es zu bestimmen gilt. Und wenn einem der Fachbegriff mal nicht genau einfällt, dann genügt es auch, wenn man das Einsatzgebiet und die Funktionsweise bestimmen kann. Es besteht also kein Grund zur Aufregung und durchfallen kann ohnehin niemand. Denn alle Auszubildenden erhalten am Ende des Tages eine Urkunde, nachdem alle Ergebnisse ausgewertet wurden.

Für die Besten geht es dann weiter zum Landes- oder sogar Bundesentscheid. Doch erst einmal will für die Abschlussprüfung gelernt werden – und die Arbeit in den Betrieben bleibt auch nicht stehen. (lh)

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