Hersfeld-Rotenburg

Kreistagsfraktion will mehr Informationen: SPD fordert „Butter bei die Fische“ über das Klinikum

Manfred Fehr
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Manfred Fehr, Fraktionsvorsitzender der SPD

Die SPD-Kreistagsfraktion kritisiert erneut die Informationspolitik des Landrats über das Klinikum Hersfeld-Rotenburg.

Hersfeld-Rotenburg - Wie die Sozialdemokraten mitteilen, hätten sie „mit großem Interesse“ die Berichterstattung zum Radikalumbau des Klinikums Hersfeld-Rotenburg verfolgt. „Dem Kreistag wurde vom derzeitigen Landrat in der letzten Kreistagssitzung nichts zum Thema berichtet“, bemängelt der Fraktionsvorsitzende Manfred Fehr. „Das allerdings passt ins Bild, wonach die ehrenamtlichen Kreistagsabgeordneten zwar die finanzielle Verantwortung auf sich nehmen müssen, aber kaum informiert werden – und wenn, dann über die Presse wie aktuell einen Tag nach der Kreistagssitzung.“

Mitglieder des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung dürften nicht über ihre Erkenntnisse reden. „Das ist nicht in Ordnung“, schreibt Fehr, selbst Mitglied im Aufsichtsrat. Er mahnt an, dass der Landrat „doch bitte Butter bei die Fische geben“ solle. „Interessant ist auch die Frage, wie viel Geld das Land hierbei zuzuschießen bereit wäre.“ Darauf gebe es bisher weder von der Geschäftsleitung noch von Landrat Dr. Michael Koch (CDU) eine Antwort.

„Wie viel Geld gibt es also vom Land? Oder stammt das Geld gar nicht vom Land? Stammt es vom Bund? Wie viel muss das Klinikum beziehungsweise der Kreis aufbringen? Wann kommt ein Gesamtfinanzierungsplan?“ Erstaunt zeigt sich die SPD über die Position des Landrats, er wolle keine öffentliche Diskussion um das Klinikum, „andererseits ansonsten ständig Stellung zum Klinikum nimmt oder nehmen lässt.“

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