Krippenspiel ist wieder da: Tradition in Gilfershausen lebt erneut auf

Freuen sich darauf, dass das Christkind nach langer Pause am Heiligen Abend auch in der Gilfershäuser Kirche wieder in der Krippe liegen wird: (in der Mitte von links) die Kinder Arne Nieborowsky, Nick Heese, Henry Knöckel, Luan Rüger, Kai Emme, Mira Heckroth, Sofia Kujawa, Luisa Montag, Emily Montag sowie (vorne von links) Lucy Heese, Marlene Holzhauer, Til Heese und dahinter die beiden Ideengeberinnen Katja Heckroth und Svenja Heese (rechts). Fotos: Apel

Gilfershausen. Ein wenig erhöht über dem Dorf gelegen erstrahlt das Jahrhunderte alte, wunderschöne Gilfershäuser Kirchlein an den kalten Dezemberabenden in warmem Licht. Am morgigen Mittwoch um 19 Uhr lädt es zur ersten von drei Adventsandachten ein.

Knapp 200 Gläubige passen in das Gotteshaus, aber so viele werden es wohl erst am Heiligen Abend werden, für den 14 Mädchen und Jungen aus dem „dollen Dorf“ nach vielen Jahren Pause wieder ein Krippenspiel einüben. „Wir hatten die ganze Zeit kaum Kinder!“, berichtet Küster und Kirchenvorsteher Otto Schmidt, der wie alle anderen Mitglieder des gemeindlichen Leitungsgremiums froh ist, dass sich die „Projektgruppe Krippenspiel“ gebildet hat. Auf Initiative von Katja Heckroth, Svenja Heese und Alexander Wagner, denen das „Solzer Modell“ ein leuchtendes Vorbild war.

Haben einfach angefangen

„Auch wenn wir im Moment keinen Pfarrer haben und auch wenn bei uns kein Kindergottesdienst angeboten wird, auf dessen Kinder wir zurückgreifen könnten, waren wir uns schnell einig, dass Heiligabend ohne Krippenspiel nicht länger geht!“, unterstreicht Svenja Heese. „Wir haben deshalb einfach angefangen, und ich denke, wenn unsere Kinder die Weihnachtsgeschichte aus der Sicht des Weihnachtssterns erzählen werden, wird es allen gefallen!“

Das sehen die Zwillingsmädchen Emily und Luisa Montag, die zusammen mit Sofia Kujawa die Stern-Rollen spielen, nicht viel anders: „Wir hatten gleich Lust, und wir üben jetzt ganz fleißig, damit alles gut klappt!“ Bei den Kostümen kann die Jungschauspielergruppe auf den Fundus der Theatergruppe der Bebraer Brüder-Grimm-Gesamtschule (BGGS) zurückgreifen, was Mitregisseur und BGGS-Lehrer Alexander Wagner zu verdanken ist. Was ansonsten noch fehlt, schneidern die Mamas in Eigenregie.

Lange Andachtstradition

Die Adventsandachten, die ab heute an drei Mittwochabenden stattfinden, haben in Gilfershausen beste Tradition. Sie werden allesamt in besonders schöner Weise gestaltet. Nach dem eigentlichen, besinnlichen Teil lädt der Kirchenvorstand unterhalb der Kirche auf dem Hof Eckhardt zum gemütlichen Ausklang mit Jager- und Martinstee, Glühwein und Plätzchen ein, bei dem natürlich auch von auswärts gekommene Andachtsbesucher willkommen sind. „Bei uns wird Kirche das ganze Jahr über gelebt!“, freuen sich Elfriede Heinzerling, die 36 Jahre lang dem Kirchenvorstand angehört hat, und Natascha Helbig, die gerade ihre Ausbildung zur Lektorin absolviert. Und Otto Schmidt ergänzt: „Wir kommen auch ohne Pfarrer nicht ins Schwimmen!“

Von Wilfried Apel

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