Eine Chance für den Nachwuchs 

Passgenaue Besetzung von Ausbildungsstellen im krisensicheren Handwerk

Tischler an der Fräsmaschine Ausbildung im Handwerk
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In vielen Handwerksbranchen konnten auch in 2020 gute Ausbildungszahlen nachgewiesen werden,

Seit dem März 2020 bewegen wir uns in einer neuen Realität. In dieser Zeit erleben wir viele neue Regelungen, und wir alle stehen vor ungeahnten Herausforderungen. 

Auch das Handwerk ist über alle Gewerke hinweg betroffen, und musste sich weiterentwickeln. Dabei bleibt das Handwerk in seinem Kern noch das, was es zuvor war, nämlich zuverlässig, kreativ, leistungsbereit, und vor allem recht unanfällig gegen Sondereinflüsse. Das ist in anderen Wirtschaftsbereichen nicht so.

Wenn anderswo gesamte Betriebsbereiche schließen müssen, Verwaltungen über lange Zeit nicht erreichbar sind, das Auto nicht mehr zugelassen werden kann, die Kinder nicht in die Kita gehen können, dann hat das Handwerk stets darauf eine Antwort gefunden. So sind aufgrund der hohen ehrenamtlichen Tätigkeit im Handwerk auch unter erschwerten Bedingungen alle Abschlussprüfungen durchgeführt worden. Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Lehrer sind nah in der Praxis dran und wissen um die langfristigen Folgen eines Ausfalls von Prüfungen. Selbstverständlich waren für viele Berufsabgänger die Suche nach ihrem Beruf und ihre Ausbildung schwieriger als sonst. Auch die Unternehmen haben wegen administrativer Aufgaben sich nur unter erschwerten Bedingungen um ihren Ausbildungsnachwuchs kümmern können. Doch zum jetzigen Zeitpunkt kann man sagen, dass viele Schüler den Weg in eine Ausbildung gefunden haben und wir in vielen Branchen gute Ausbildungszahlen nachweisen können.

Tanja Schaeckenbach-Koch Tel. (06621) 928912 tanja.schaeckenbach-koch@ kh-hef-rof.de

Dabei braucht das Handwerk weitere Nachwuchskräfte. Hierbei unterstützt die Kreishandwerkerschaft mit dem Projekt „Passgenaue Besetzung“ Betriebe bei ihrer Suche nach geeigneten Bewerbern, und Jugendliche bei der Suche nach einer Ausbildung, und bringt beide Seiten eben „passgenau“ zusammen. Den Interessierten und angehenden Auszubildenden können wir sagen, dass handwerkliche Berufe durchaus krisensicher sind. Gleichwohl macht uns der Umstand Sorgen, dass einige Betriebe wegen der Hygieneregelungen weniger Praktikumsstellen zur Verfügung stellen. Deswegen appelliert der Kreishandwerksmeister Marco Diegel an unsere heimischen Handwerksbetriebe, wenn möglich, Praktikumsplätze anzubieten. Keiner soll wegen fehlender Praktikumsplätze daran gehindert werden, seinen beruflichen Weg zu gehen.

Tim Gerhardt Tel. (06621) 928913 tim.gerhardt@kh-hef-rof.de

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