Schäfer-Gümbel besuchte K+S-Ausbildungszentrum am Standort Hattorf

Thorsten Schäfer-Gümbel und Elke Künholz lassen sich von einem Auszubildenden einen Schaltkreis erklären. Foto: Reymond

Philippsthal. Viele K+S-Mitarbeiter würden wegen der jüngsten Diskussionen um angeblich salzabwasserbelastete Brunnen in der Öffentlichkeit nicht unbedingt jedem mitteilen, dass sie für den Düngemittelhersteller arbeiten.

Das stellte K+S-Betriebsrat Harald Döll während des Besuchs von Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Fraktions- und Landesvorsitzender, im K+S-Ausbildungszentrum in Philippsthal fest.

Der Sozialdemokrat, der auf Einladung von SPD-Landratskandidatin Elke Künholz ins Werratal gekommen war, nahm dieses Stichwort sogleich auf: „Wenn Sie mir den Ball schon auf den Elfmeterpunkt legen, dann schieße ich ihn mal rein“, scherzte er. Grünen-Umweltministerin Priska Hinz habe sich in der Vergangenheit einen feuchten Kehricht um die Abwasserproblematik bei K+S gekümmert. „Wir von der SPD kennen die abschließenden Vereinbarungen nicht. Unser Ziel ist es jedoch, Werthaltigkeit in der Region zu unterstützen. Aber auch der Trinkwasserschutz ist wichtig“, sagte Schäfer-Gümbel.

Doch nicht nur mit der Landesregierung habe es Kommunikationsprobleme gegeben. Auch mit dem Unternehmen selbst sei es nicht immer einfach. „Alles wird nach Recht und Gesetz entschieden - und nicht unter Druck“, erklärte der SPD-Landesvorsitzende.

Elke Künholz verdeutlichte, dass die Region sehr von K+S abhängig sei: „Das Unternehmen lässt Millionen Euro an Gewerbesteuer vor Ort. Ohne K+S wäre dieser Landkreis abgehängt und tot. In Wiesbaden haben wir kein Standing, weil wir hier im gesamten Landkreis so viele Einwohner haben wie ein einzelner Frankfurter Stadtteil.“

Schäfer-Gümbel versprach, dass sich alle Sozis mit Gewicht schon bald an einen Tisch setzen werden, um sich mit der K+S-Abwasserthematik zu befassen.

Von Mario Reymond

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