73 von 80 Delegierten votierten für sie

91 Prozent der Stimmen: Elke Künholz ist Landratskandidatin der SPD

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Noch Vizelandrätin: Elke Künholz (SPD) wurde während eines Unterbezirksparteitags als Kanditatin für die SPD nominiert. Fotos:  Meyer

Baumbach. Mit 91 Prozent der Stimmen der anwesenden Delegierten eines außerordentlichen Unterbezirksparteitages ist die erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz  am Samstag als Landratskandidatin  der SPD nominiert worden.

Damit wird Künholz bei der Wahl am 15. März 2016 gegen drei weitere Kandidaten antreten. Von 80 Delegierten, die Abstimmten, votierten 73 mit Ja, sieben mit nein.

In ihrer Rede vor den Delegierten sprach sich Künholz für eine Stärkung des ländlichen Raums aus und brachte dafür Beispiele. Scharfe Kritik übte sie am Führungsstil der aktuellen Kreisverwaltung. Hier herrsche „Selbstherrlichkeit und Selbstgerechtigkeit“. Künholz äußerte sich auch zum überraschenden Angebot des Rotenburger Herz- und Kreislaufzentrums, das Klinikum Bad Hersfeld zu übernehmen.

„Wir brauchen eine Politik, die der Solidarität, der sozialen Gerechtigkeit, der wirtschaftlichen Stärke, der Zukunftssicherung und damit den Menschen unseres Landkreises verpflichtet ist“, sagte Künholz. Sie versprach, für den Erhalt der Arbeitsplätze bei Kali und Salz zu kämpfen. Im Tourismus wolle sie die Marke „Waldhessen“ wieder aufleben lassen. Als Landrätin werde sie bei Ausschreibungen darauf achten, dass Aufträge an Unternehmen gingen, die sich an Tarife hielten. Sie wolle dafür Sorge tragen, dass Pflegebedürftigen die Selbstbestimmung bewahrt bleibe.

Bildung für die Kleinsten 

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„Ich möchte, dass in jeder politischen Gemeinde für unsere Kleinsten ein Bildungsangebot vorhanden ist“, sagte Künholz. Sie verwies darauf, dass in ihrem Dezernatsbereich schon jetzt schwache Schüler etwa durch Jobcoaches gestützt würden. Jugendliche würden schon in der Schulzeit verschiedene Berufsfelder kennenlernen.

Künholz will sich dagegen wehren, dass „immer mehr Behörden und Instititutionen ohne Widerspruch verlagert werden“ und dem Landkreis verloren gingen. Der amtierende Landrat habe die Gewerbeaufsicht, das Arbeitsgericht, die Agentur für Arbeit, die Forstämter und das Katasteramt ziehen lasen. Künholz: „Er hat noch nicht einmal versucht, es zu verhindern.“

Zum Angebot des HKZ sagte sie, es gebe „Pro und Contra für beide Varianten“. Die Frage beschäftige sie intensiv und müsse unter Einbeziehung aller Beteiligten sorgsam und verantwortungsvoll abgewogen werden.

Von Achim Meyer  

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