Präsidium Osthessen: Stellen im Schichtdienst sollen wieder besetzt werden

Landes-Rotstift trifft auch Polizei

Matthias Heim

Hersfeld-rotenburg. Das Polizeipräsidium Osthessen war bei seinem Start am 1. Januar 2001 mit 715 Polizeivollzugsstellen ausgestattet, auf denen auch einige Angestellte geführt wurden. Im Wesentlichen durch Ausgliederung dieses Tarifpersonals reduzierte sich die Zahl der Vollzugsstellen bis auf 706 im Jahr 2005.

Diese Zahlen nannte das Polizeipräsidium Osthessen auf Anfrage unserer Zeitung. Anlass: Der SPD-Landtagsabgeordnete Dieter Franz hat nach einem Besuch der Polizeistation Rotenburg gefordert, dass alle gestrichenen Stellen wieder besetzt werden - siehe erste Seite.

Haushaltskonsolidierung

„Durch Stellenzuweisung erhöhte sich die Zahl wieder auf 707 im Jahr 2006“, erläutert der Pressesprecher des Präsidiums, Matthias Heim. Durch die von der Landesregierung beschlossene Haushaltskonsolidierung mussten beim Präsidium Osthessen insgesamt 25 Vollzugsstellen abgebaut werden. Heim: „Wenn die betreffenden Beamten im Schichtdienst waren, wurden für das Jahr 2007 die Stellen wieder besetzt; für die drei Stellen 2008 im Schichtdienst folgt die Wiederbesetzung im Jahr 2010.“ Durch die Personaleinsparungen beim Land verringerte sich bei der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg die Zahl der Stellen von 146,5 auf 138,5 Stellen. Zum 1. Februar 2010 sollen es laut Heim 139,5 Stellen sein.

Die Unterstützung durch die Bereitschaftspolizei, wie zum Beispiel bei größeren Einsätzen, die das Präsidium zu bewältigen hatte, war nach den Worten Heims problemlos: „Auch dann, wenn es um den Ersatz längerfristiger Freistellungen oder für landesweite Projekte - zum Beispiel den Schutzmann vor Ort oder Präventionsoffensive - ging.“

Am Beispiel der Polizeistation Rotenburg ist laut Polizeipräsidium ersichtlich, dass sich hier, „was für andere Bereiche nicht im gleichen Maße gilt“, die Personalstärken im Wechselschichtdienst nur um eine Stelle verringert habe. Heim: „Ende 1999 waren im Schichtdienst 36 Beamte eingesetzt, derzeit sind es 35.“

„Die Verjüngung des Personals ist auch für Osthessen wünschenswert“, sagte Heim zu der Forderung des Abgeordneter Dieter Franz.

Alarmhundertschaften

„Die osthessischen Kräfte sind - ebenso wie alle anderen - Teil der Alarmhundertschaften“, erläutert Heim: „Diese werden bei landesweiten Lagen, die naturgemäß im Rhein-Main-Gebiet häufiger sind, eingesetzt. Die Behörde ist sich der Belastung bewusst und bemüht sich um maßvolle und gerechte Einbeziehung in diese Einsätze.“ (m.s.)

Foto: nh/Schaake

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