20-Jährige aus Hauneck als Mitangeklagte in Fulda vor Gericht

Prozess: Aus Rache zum Räuber geworden

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Justiz sucht Schöffen / Ein Richterhammer und ein Strafgesetzbuch

Fulda. Weil er einen mittlerweile 31-Jährigen in einem Hotel in Fulda verprügelt und ausgeraubt haben soll, muss sich seit Mittwoch ein 25-Jähriger aus Butzbach vor dem Landgericht Fulda verantworten. Mitangeklagt ist eine 20-Jährige aus Hauneck, die das Opfer am Tattag, dem 14. September 2013, in das Hotel gelockt haben soll. Der Angeklagte und der Geschädigte sind Cousins, zwischen denen es zu einem Zerwürfnis gekommen war.

Die Anklage gegen den 25-Jährigen, der in blauem Hemd und schwarzen Jackett zum Prozessauftakt erschien, und die 20-Jährige lautet auf gemeinschaftlichen schweren Raub. Zwar war die Hauneckerin während der Schläge wohl nicht im Raum, sie soll aber davon gewusst haben, dass der 25-Jährige seinen Cousin zusammenschlagen und ausrauben will.

Der Angeklagte und der Geschädigte gehören beide einer weitverzweigten Familie an und kannten sich bereits vor der Tat. Wegen eines Rechtsstreits war es wohl zu einem Zerwürfnis gekommen, aufgrund dessen sich der 25-Jährige an dem als Nebenkläger auftretenden Geschädigten rächen wollte. Laut Anklage veranlasste der 25-Jährige die 20-Jährige dazu, ein Treffen mit dem Geschädigten in einem Fuldaer Hotel in Bahnhofsnähe zu vereinbaren.

Als der Geschädigte mit der Angeklagten das Hotelzimmer betrat, soll die 20-Jährige das Zimmer verlassen haben und der 25-Jährige dem Geschädigten mehrfach mit der Faust und einem Messer, das er in der Hand hielt, gegen Arme und Kopf geschlagen haben, sodass der Zeuge rückwärts auf das Bett fiel. Daraufhin soll der Angeklagte den Zeugen am Bett fixiert und weiter auf ihn eingeschlagen haben. Dabei soll er gerufen haben: „Jetzt mach ich ihn tot“. Anschließend soll er die Kleidung des Geschädigten durchsucht und ihm sein Handy sowie einen Bargeldbetrag in Höhe von 240 Euro entwendet haben. (rg)

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