Landkreis ist beim Kauf des HKZ aus dem Rennen

Rotenburg/Bad Hersfeld. Eine Fusion der drei Krankenhäuser im Landkreis ist vom Tisch. Das Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg (HKZ), das derzeit zum Verkauf steht, hat das gemeinsame Angebot von Klinikum Bad Hersfeld und Kreiskrankenhaus Rotenburg abgelehnt.

Das hat das Klinikum am Mittwoch mitgeteilt. Die Unternehmensberatung Oberender und Partner, die den Verkauf des HKZ-Haupteigentümers Pergola begleitet, habe der Bietergemeinschaft aus Landkreis und Diakonieverein Berlin-Zehlendorf eine Absage erteilt. Sie sind die Eigentümer von Klinikum und Kreiskrankenhaus. Offenbar waren sie zwar zu Investitionen in die über 40 Jahre alten Gebäude bereit, aber nicht zu „nennenswerten Kaufpreiszahlung zu Gunsten der Kommanditisten“, teilte das Klinikum mit. Die Pergola hat über 800 Anteilseigner.

Jetzt sind noch mehrere strategische Investoren aus dem Gesundheitswesen im Rennen um den Kauf der renommierten Fachklinik. „Durch die Übernahme der Anteile am HKZ durch einen Dritten könnte sich die Konkurrenzsituation zwischen den Krankenhäusern im Landkreis weiter verschärfen“, teilt Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt mit. Er ist Verwaltungsratsvorsitzender des Klinikums. Schmidt bedauere die Entscheidung des HKZ: „Eine große, vielleicht einmalige Chance wurde vertan, ein hochwertiges und finanzierbares Gesundheitswesen in der Region zu sichern.“ Der Kreis werde nun mit dem Diakonieverein entscheiden, wie es mit der Zusammenarbeit von Klinikum und Kreiskrankenhaus weitergehen soll.

Mit Verwunderung wurden die öffentlichen Äußerungen des Landrats vonseiten des HKZ aufgenommen. Über das laufenden Bieterverfahren sei Stillschweigen vereinbart worden. Deshalb wollte HKZ-Geschäftsführer Ulrich Hornstein die Meldung nicht kommentieren.

Warum der Landkreis doch noch eine Möglichkeit hat, beim Kauf des HKZ mitzuspielen, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Rotenburg-Bebra.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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