Im Landkreis steigen die Unfallzahlen - Weniger Verletzte, aber mehr Wildunfälle und flüchtige Fahrer

Hersfeld-Rotenburg. Um 4,7 Prozent ist die Zahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2010 auf den Straßen im Kreis gestiegen. Das berichtete Klaus Wittich, der Leiter der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg, bei der Vorlage der Verkehrsstatistik 2010.

2 601 Unfälle nahmen die Beamten der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg 2010 auf. Das sind 117 mehr als in 2009. Das darf nicht verwundern, denn die 122 000 Menschen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bewegen momentan bereits 105 000 zulassungspflichtige Fahrzeuge. Die Verkehrsdichte nimmt zu. Als Erfolg der Vorbeugungsarbeit wertet Dienststellenleiter Klaus Wittich, dass 21 Personen weniger bei Personen schwer verletzt wurden. 2010 mussten 111 Menschen nach Unfällen im Krankenhaus bleiben. Von 397 auf 369 zurückgegangen sind die Unfälle mit leicht verletzten Personen.

Sieben Menschen ließen auf Kreis, Landes-oder Bundesstraßen ihr Leben. In 2009 waren es noch acht Tote gewesen. Mit einer Ausnahme ereigneten sich die tödlichen Unfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeistation Bad Hersfeld, die von Klaus Troch geleitet wird. Die Polizeistation Rotenburg, die Joachim Stransky leitet, registrierte dagegen nur einen tödlichen Unfall mit einem Radfahrer in Wildeck. Mit 490 Vorkommnissen leicht gestiegen ist die Zahl der Unfälle, in die Fahrer zwischen 16 und 24 Jahren verwickelt waren. Um 17 Prozent gestiegen sind die Unfälle, bei dem Alkohol im Spiel war. Nahezu gleich geblieben sind Unfälle unter Drogeneinfluss. Es gab ein Viertel mehr Wildunfälle (566). Mehr Disziplin üben Drogenkonsumenten. Hier wurden fast 40 Prozent weniger Fahrer unter Drogeneinfluss am Lenkrad erwischt. 656 Fahrer, die in 2010 in einen Unfall verwickelt waren, setzten sich ab, eine Steigerung um 13 Prozent. Nur 306 von ihnen (47 Prozent) konnten ermittelt werden.

Von Kurt Hornickel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.