Kostenobergrenze von 21.3 Millionen Euro eingehalten 

Landrat Koch: Kreishaus-Anbau soll 2021 fertig sein

Hersfeld-Rotenburg. Der Kreistag hat sich erneut für den Anbau der Kreisverwaltung am Landratsamt in Bad Hersfeld ausgesprochen Der Anbau soll bis Herbst 2021 stehen.

Das teilte Landrat Dr. Michael Koch  auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Als Nächstes bereite die Kreisverwaltung die Ausschreibung für einen neuen Generalplaner vor. Geplant ist ein 8800 Quadratmeter großer Anbau mit Büros für die 200 Mitarbeiter der Verwaltung, neuem Sitzungssaal, Besprechungsräumen und neuem Bürgerservicebüro.

OFB konnte Kostenrahmen nicht einhalten

Die Pläne waren im März vorerst gestoppt worden, weil die ursprünglich mit der Projektentwicklung beauftragte OFB den vereinbarten 21,3-Millionen-Euro-Festpreis nicht einhalten konnte. Nun „wird natürlich angestrebt, den Kostenrahmen einzuhalten“, so Landrat Koch. Darauf hatten auch die Abgeordneten im Kreistag Wert gelegt, als sie am Montag erneut grünes Licht für den Anbau gegeben haben. Laut Beschluss soll „die Zielsetzung verfolgt werden, die Kostenobergenze des OFB-Modells in Höhe von 21,3 Millionen Euro einzuhalten“.

Mit 35 Abgeordneten von CDU, SPD und Linke sprach sich eine Mehrheit für das Festhalten an den Plänen aus. Bei drei Enthaltungen votierten insgesamt 20 Parlamentarier von AfD, FDP, FWG, Grünen und SPD gegen den Anbau.

Grünen-Vorsitzende Kaya Kinkel kritisierte die Pläne: Wenn schon die Profis der OFB den Kostenrahmen nicht einhalten konnten, „wie sollen wir als Landkreis, mit Einzelausschreibungen und zusätzlichen Personalkosten dann diesen Preis erreichen?“ Für sie sei der Beschluss ein „Blankoscheck, den Anbau durchzuziehen“.

FDP-Fraktionschef Bernd Böhle äußerte die Sorge, dass sich die Kosten für den Anbau negativ „auf die Kreis- und Schulumlage niederschlagen“.

 HINTERGRUND

OFB scheiterte an vereinbartem Fixpreis

Ursprünglich sollte die OFB, eine Tochter der Landesbank Hessen-Thüringen, den geplanten 8800-Quadratmeter-Anbau der Kreisverwaltung bauen. Geplant war, dass der Kreis das fertige Gebäude von der OFB mietet, ein späterer Kauf der Immobilie wäre auch möglich gewesen. Finanziert werden sollte dies durch Einsparungen an Mieten, die der Landkreis zurzeit noch für andere Objekte zahlt. Die derzeit angemieteten Flächen, die nach Fertigstellung des Anbaus entmietet werden sollen, belaufen sich auf 5130 Quadratmeter. Die OFB teilte jedoch im März überraschend mit, dass sie den vereinbarten Festpreis in Höhe von 21,3 Millionen Euro wegen Preissteigerungen im Bausektor nicht einhalten könne. Daraufhin stoppte Landrat Dr. Michael Koch vorerst den Neubau. Der Kreistag musste erneut abstimmen. (ses)

Von Sebastian Schaffner

Rubriklistenbild: © Visualisierung Landratsamt

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