Landrat: HKZ soll Gespräche zur Klinikfusion fortsetzen

HKZ-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Klufmöller.

Bad Hersfeld. Der Landrat fordert das Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Fusionsgespräche zwischen HKZ, Klinikum Bad Hersfeld und Kreiskrankenhaus Rotenburg (KKH) seien ohne Ergebnis beendet worden, nachdem das HKZ angeboten hat, das Klinikum zu kaufen, teilt Dr. Karl-Ernst Schmidt mit (wir berichteten).

Mit dem Übernahmeangebot, das Schmidt in seiner Pressemitteilung in Anführungszeichen setzt, habe sich das HKZ der gemeinsamen Zielsetzung entzogen, eine kreisinterne Fusion der drei Häuser in Hersfeld-Rotenburg zu finden. Ansonsten sollten zumindest Gespräche zwischen Klinikum und Kreiskrankenhaus fortgesetzt werden, schreibt Schmidt.

Ein konkretes schriftliches Angebot liege ihm bis heute nicht vor. Schmidt sieht eine Übernahme des Klinikums skeptisch: Die Beschlusslage des Kreistages von 2006 sehe vor, dass das Klinikum Bad Hersfeld dauerhaft in kommunaler Trägerschaft bleiben soll: „Daran sind die Entscheidungsträger des Landkreises gebunden.“

Selbst falls sich die politischen Gremien für eine Privatisierung aussprechen würden, sei nicht klar, ob das HKZ dann zum Zug kommt. In diesem Fall müsse der Verkauf nach Aussage Schmidts nämlich ausgeschrieben werden, sodass auch ein anderer Interessierter Träger den Zuschlag bekommen könnte. „Darüber hinaus bestünde die Gefahr, dass ein Verkauf des Hersfelder Klinikums an einen Dritten zu einer existenziellen Gefährdung der Rotenburger Kliniken führen könnte“, schreibt Schmidt.

Genau diese Gefahr sehen Kritiker der Fusionsgespräche, die bis vor Kurzem zwischen dem Klinikum und den Häusern in Fulda und Alsfeld geführt wurden. Sie sind bis zum Jahresende ausgesetzt.

Im Montagsinterview mit unserer Zeitung kündigt der HKZ-Aufsichtsratsvorsitzende Peter Klufmöller ein konkretes Übernahmeangebot für das Klinikum an. Enthalten sein wird eine Beschäftigungsgarantie für alle Mitarbeiter des Klinikums bis zum Jahr 2018. Die genaue Höhe des Angebots hänge davon ab, wie sich die wirtschaftliche Lage des Klinikums im Rahmen einer Risikoüberprüfung darstellen werde. (mcj)

Das ganze Interview mit Klufmöller lesen Sie in der Montagsausgabe unserer Zeitung.

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