Landwirte und Kreisbauernverband bitten um Verständnis für Beeinträchtigungen

Mit der Kehrmaschine (vorn links) unterwegs: Nach und auch während der Ernte fährt Landwirt Karl Keim immer wieder mit der Kehrmaschine, um die Wege sauber zu halten. Vorn Friedhelm Diegel und Anke Roß vom Kreisbauernverband und hinten am Maishäcksler und am Schlepper Marian Stachelek und Martin Leidebrand vom Lohnunternehmen Bengsch. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Hersfeld-Rotenburg. Die Maisernte ist angelaufen, und damit sind die großen Mais- und Grashäcksler wieder auf den Feldern und Straßen unterwegs. Anke Roß und Friedhelm Diegel vom Kreisbauernverband bitten die Bevölkerung jetzt ganz besonders um Verständnis.

„Gegenseitige Rücksichtnahme ist gefordert“, erklärt der Vorsitzende Diegel.

Zeitweise Beeinträchtigungen der Bevölkerung seien in unserem ländlichen Raum nicht ganz zu vermeiden. Unerfreuliche Begegnungen mit Autofahrern, die sich über den Maishäcksler aufregen, weil der mit 40 km/h vor ihnen herfährt und meist nicht überholt werden kann, hat Martin Leidebrand immer wieder. Der junge Mann fährt den Koloss für das Lohnunternehmen Bengsch. Dass man ihm einen Vogel zeigt, ist noch die harmlose Variante genervter Autofahrer, die nicht einsehen wollen, dass die landwirtschaftlichen Fahrzeuge auch das Recht haben, die Straßen zu benutzen. Dasselbe gilt für die Radwege. Der Rotenburger Landwirt Karl Keim erlebt immer wieder Menschen, die kein Verständnis dafür aufbringen wollen, dass sie sich den Weg mit den landwirtschaftlichen Fahrzeugen teilen müssen.

Da gibt es solche, die zu Fuß oder auf dem Rad einfach keinen Platz machen, obwohl auch das landwirtschaftliche Fahrzeug berechtigt ist, den Radweg zu nutzen.

Auch verschmutzte Wege sind ein Ärgernis für manche Zeitgenossen. Doch die Landwirte betonen, dass sie sehr bemüht sind, die Wege wieder sauber zu bekommen. „Zwischendurch und nach der Ernte fahren wir immer wieder mit der Kehrmaschine“, sagt Landwirt Keim. Der Schmodder auf dem Weg lasse sich beim Pflügen aber nicht verhindern, und „wir haben immer den Schwarzen Peter“. Man könne einfach nicht ganz vermeiden, dass die Wege auch mal für kurze Zeit schlammig seien. Und der Dreck gehe auch nicht immer zu 100 Prozent wieder weg. Manchmal werden sogar die Ordnungsämter eingeschaltet oder die Polizei gerufen, bedauert Diegel. Mit der Folge, dass der Landwirt Zeit verliere.

Anke Roß und Friedhelm Diegel werben deshalb um das Verständnis der Mitbürger in unserem ländlichen Raum. Miteinander komme man besser klar, sagt Anke Roß, zumal sich die Landwirte, Spaziergänger und Radfahrer immer bei schönem Wetter träfen.

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