Gestapelt wie die Bremer Stadtmusikanten: Polizei stoppt Transporter

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Laster auf Laster: Die Autobahnpolizei zog diesen Sattelschlepper aus dem Verkehr.

Kirchheim/Großenmoor. Einen Sattelzug, der nach dem Prinzip der Bremer Stadtmusikanten beladen war, haben Beamte der Autobahnpolizei Petersberg am Dienstag auf dem Rastplatz Großenmoor an der A7 aus dem Verkehr gezogen.

Ganz unten befand sich die Zugmaschine mit einem Schwerlastanhänger. Auf der Ladefläche standen hintereinander zwei kleinere Lastwagen, und auf deren Ladefläche waren zwei Pritschen-Lkw abgestellt. Die Ladepritschen krönten zwei Kleinwagen. Das Fahrzeug hatte also eine Höhe von 4,30 und eine Länge von 18, 90 Metern. Lastwagen dürfen allerdings maximal vier Meter hoch und 16, 50 Meter lang sein.

Bereits einen Tag zuvor hatten Polizeibeamte einen Autotransporter auf dem Autohof in Kirchheim kontrolliert, der ebenfalls aus der Masse herausragte. Der Lastwagen war mit sieben Fahrzeugen beladen. Auf der oberen Ladeebene standen zwei größere Geländewagen und ein Kleinlaster. Hier maßen die Beamten 4,37 Meter Höhe.

Die Ladung war teilbar und hätte somit leicht auf zwei Lkw verteilt werden können. Das Motiv für Verkehrsverstöße wie die geschilderten sei oftmals die unternehmerische Überlegung, einen Lkw zu überladen, um damit die Fahrt eines zweiten einzusparen, erklärte ein Polizeibeamter aus Fulda.

„Wir werden daher anregen, den rechtswidrig erzielten Vermögensvorteil, der durch diese Fahrten erwirtschaftet wurde, abzuschöpfen“, ergänzt sein Hersfelder Kollege die Folgen, die auf die Spediteure zukommen können. Der konkrete Betrag wird im Einzelfall anhand der Tonnage, der Transportstrecke und des Transportgutes ermittelt. Die Unternehmer erwartet ein vierstelliger Bußgeldbescheid.

Bevor sie ihre Fahrt fortsetzen konnten, mussten die Trucker für die ordnungsgemäße Beladung ihrer Sattelzüge sorgen. (sis)

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