Tiere sollen bald „umziehen“

Feldlerchen und Eidechsen im Gewerbegebiet Neukirchen Nord?

Das Bild zeigt das noch leere Gewerbegebiet Nord in Neukirchen. Rechts ist die Bundesstraße zu sehen.
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Ist noch leer: Das Gewerbegebiet Nord in Neukirchen. Zwei Ansiedlungen stehen bevor.

Das Gewerbegebiet in Neukirchen hat in den vergangenen Jahren immer wieder für Diskussionen gesorgt. Nun sorgen zwei Tierarten für neuen Gesprächsstoff. Die Gemeinde beruhigt aber.

Neukirchen – Nach dem Verkauf von zwei Grundstücken im noch leeren, an der B 27 gelegenen Gewerbegebiet in Neukirchen im Oktober, hat nun die mögliche Ansiedlung von Tieren für Gesprächsstoff gesorgt. Doch Bürgermeister Timo Lübeck und Jörg Schuhmann vom Haunetaler Bauamt versuchen zu beruhigen.

Zum Einen plant die Edeka Hessenring Gruppe bekanntlich die Verlegung des Supermarktes ins Gewerbegebiet, zum Anderen will die Frank Breul Spezialartikel für den Bau GmbH & Co. KG dort eine Produktionshalle bauen.

Laut Schuhmann wurden im Spätsommer Feldlerchen gesichtet, zudem habe sich eventuell die Eidechse angesiedelt. Verzögerungen seien aber noch nicht absehbar, man befinde sich in enger Abstimmung mit den Gewerbetreibenden.

In einem Statement des Bürgermeisters heißt es zur Erläuterung: „Die Marktgemeinde befindet sich seit vergangenem Jahr im Bauleitplanverfahren zur 1. Änderung des Bebauungsplans. Die erste Offenlegung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange sind positiv verlaufen. Im Rahmen dieses Verfahrens musste allerdings auch der Artenschutz betrachtet werden. Hier erfolgte im Spätsommer eine erste Beurteilung durch einen hinzugezogenen Biologen. Dessen Einschätzung ergab, dass sich aufgrund der Nichtnutzung des Geländes inzwischen wieder Tiere angesiedelt haben könnten. In Abstimmung mit der Oberen und Unteren Naturschutzbehörde musste deshalb ein Konzept erarbeitet werden. Dieses sieht vor, den Tieren nach Vergrämungsmaßnahmen, die das Ansiedeln der Tiere nach dem Winter verhindern, neue Ausgleichshabitate zur Verfügung zu stellen.“

Von der Marktgemeinde seien dafür verschiedene Flächen bereitgestellt worden, für die inzwischen auch die Freigaben vorlägen, so Lübeck, sodass die Maßnahmen ab März beginnen könnten. Zu einem früheren Zeitpunkt sei dies aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht möglich. Anschließend erfolgt die zweite Offenlegung. Der Satzungsbeschluss soll, in enger Abstimmung mit den Gewerbetreibenden, sobald wie möglich durch die Gemeindevertretung erfolgen, heißt es. Und dann könne auch mit den Bauarbeiten begonnen werden.

In der jüngsten Gemeindevertretersitzung hatte Klaus Renschler von der GfH das Thema aufs Tapet gebracht. (nm)

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