„Leute lechzen nach Urlaub“

In Reisebüros in der Region ist die Nachfrage stark gestiegen

Am Strand in der Sonne liegen und aufs blaue Meer schauen: Für viele Menschen ist das der Inbegriff von Urlaub.
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Am Strand in der Sonne liegen und aufs blaue Meer schauen: Für viele Menschen ist das der Inbegriff von Urlaub.

Mit sinkenden Inzidenzen und zahlreichen Lockerungen steigt die Lust der Menschen auf Urlaub. Viele Reisebüros haben nach der monatelangen Flaute wieder richtig gut zu tun.

Hersfeld-Rotenburg - „Wir können uns vor Nachfragen kaum retten“, sagt Dennis Krug, Geschäftsführer bei Teiser und Hüter in Neuhof, einem der größten Reiseanbieter in der Region. Nachgefragt und gebucht werde durch die Bank das gesamte Angebot, vor allem aber Flugreisen in den Süden, nach Griechenland, Kroatien, Spanien und Italien.

Auch Kreuzfahrten und Busreisen seien stark gefragt, berichtet Krug. Großes Interesse gebe es auch am Aktivreiseprogramm.

Eher zurückhaltend erlebt dagegen Peter Becker vom Bustouristik-Unternehmen Becker in Bebra die Nachfrage. Sie hätten ein eher älteres Publikum, das noch vorsichtig sei. Auch die Maskenpflicht im Bus sei für einige schwierig. „Wir fangen jetzt erst mal mit Tagesfahrten an“, erklärt Becker, der dann eine Umfrage unter allen Kunden starten will, um herauszufinden, was jetzt gewünscht sei.

Für den Herbst hofft der Unternehmer, wieder ein größeres Reiseprogramm anbieten zu können. Er weiß aber auch um die Schwierigkeiten, mit kleineren Gruppen planen und kalkulieren zu müssen und die Hygiene-Vorschriften der Hotels zu berücksichtigen. Auch ein Silvesterprogramm hat Becker in Planung. Die Vorbereitung solcher Reisen sei immer das Aufwendigste und benötige viel Vorlauf, sagt Becker.

Die Nachfrage nach Reisen sei schlagartig angestiegen, berichtet Hans-Jürgen Mannel vom Reisebüro am Rathaus in Bad Hersfeld, „von Null auf 100 in wenigen Tagen“. Er hat deshalb sein Personal aus der Kurzarbeit zurückgeholt. Auch hier seien überwiegend Flugreisen in den Süden gefragt – die Balearen, die kanarischen Inseln und Griechenland, aber auch Ägypten und die Türkei, wenn auch nicht ganz so stark. Kreuzfahrten würden ebenfalls gebucht. „Die Leute lechzen nach Urlaub“, so Mannels Eindruck.

Schwierig sei es allerdings noch mit Fernreisen, sagt Mannel. Die USA und Kanada zum Beispiel ließen noch keine Touristen ins Land. Er ist aber zuversichtlich, dass sich das ändern wird.

Seit September 2019 mit der Pleite des Reiseveranstalter Thomas Cook sei keine geregelte Arbeit im Reisebüro mehr möglich gewesen, sagt Mannel. Er freut sich, jetzt mit seinem Team wieder richtig loslegen zu können.

Von Christine Zacharias

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